2011 – Jahresrückblick der GS-GSA-IG

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Dez 232011
 

(German only) Zu den großen “Aktivposten” der deutschen Citroën-Club-Szene zählt seit Jahren die GS-GSA-IG. Wir freuen uns, daß die IG-Gründer Gabi Okner und Günter Busse einen Jahresrückblick verfasst haben, den wir gern an dieser Stelle publizieren und damit alle Fans und Freunde des Opron-Designs grüßen:

Ein “GS Drapeaux” nach 40 Jahren erneut auf Public-Relations–Tour

Wenn wir uns für die GS und GSA IG das Jahr 2011 noch einmal vor Augen halten, so wollen wir das doch sehr positiv tun.

Schon auf dem Saisonauftakt, der Techno-Classica, haben wir dankbar sehr positive Aussagen für die IG entgegen nehmen dürfen und mit entsprechendem Interesse vom neuen Pressesprecher von CITROËN, Stephan Lützenkirchen, bei Citroën seit dem 1. November 2010 verantwortlich für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, welcher auf der Jahreshauptversammlung der Amicale Citroën Deutschland zu den Delegierten der Citroënclubs sprach, die Info aufgenommen, dass Citroën sich in Zukunft die Zusammenarbeit mit den Clubs noch positiver vorstellen kann.

Bild: Stephan Lützenkirchen im Citroën Prototypen “C60″ auf der TECHNOCLASSICA 2011 in Essen…

Bild: …und hier mit Immo Mikloweit bei der Ehrung von Stephan Joest für dessen Arbeit in der “Amicale Citroën Internationale”

Auch ein Wiedersehen mit vielen GS/A Freunden auf der CITROMOBILE in Holland, die in diesem Jahr erstmalig in Haarlemermeer bei Amsterdam stattfand, hat sehr viel Spaß gemacht und neue GS-Fans zur IG geführt.

Am schönsten war natürlich ein Wiedersehen mit Robert Opron, dem Designer von Modellen wie dem Citroen SM, dem CX und vor allem dem GS. Bei dieser Gelegenheit kam es erfreulicherweise auch zu einem sehr angeregten und freundschaftlichem Gespräch mit Geneviéve Opron, der Gattin von Robert Opron. Ein unvergesslicher Moment.

Bild: Robert Opron auf der Citromobile 2011 in Holland…

Bild: …seine Frau Geneviéve Opron, hier im Gespräch mit Gabi Okner

Das Highlight fing allerdings sehr unspektakulär an.

Im Juni 2011 schickte uns Stephan Joest, der deutsche Delegierte der ACI, eine Mailanfrage von “Thomas Bierbaum”. Thomas, welcher hier die französisch-deutsche Übersetzung übernahm, fragte für seinen sehr guten Freund Alain Abadi, der leider kein Deutsch spricht, an, ob jemand für Alain eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe von Berlin organisieren kann.

Alain wollte nämlich demnächst auf eine Tour durch Europa, zusammen mit seiner ganzen Familie. Und diese Tour machte Alain mit seinem GS Drapeaux, dem GS Modell, welches schon im Jahre 1971, in dem Jahr, in dem der GS zum “Auto des Jahres” gekürt wurde, von Citroën auf eine Werbetour durch Europa geschickt wurde, und dem Namen “GS – das Auto ohne Grenzen” alle Ehre machte.

Alains Route führte nun zuerst von Frankreich nach Polen, wobei er eine Übernachtung in Berlin einplante. Wir konnten ihm da keine große Hilfe sein und verbreiteten die Anfrage weiter. Für seinen Rückweg von Polen in ein weiteres Land haben wir ihm allerdings eine Rastmöglichkeit auf unserem geplanten GS/A IG Sommertreffen in Rötgesbüttel angeboten.

Mit Freuden haben wir seine Zusage zu einer Treffenteilnahme entgegen genommen, welche ihn sogar von seiner zeitlich geplanten Europa-Tour abbrachte.

Auf dem Treffen selbst wurde Alain Abadi samt seiner kompletten Familie und dem C6 als Zugfahrzeug natürlich spannend erwartet. Sein Eintreffen wurde von allen Teilnehmern mit großem Interesse gefeiert, womit wir auf dem GS/A IG Sommertreffen nun auch zum ersten Mal Gäste aus Frankreich begrüßen durften.

Bild: Der GS Drapeaux von Alain Abadi auf dem GS/A IG Sommertreffen 2011

Sehr schnell haben wir uns auch daran erinnert, dass wir uns bereits auf dem “40 Jahre GS –Jubiläumstreffen” 2010 in Thenay, ca. 200 km südlich von Paris, bereits begegnet sind, wo Alain ebenfalls mit Familie und seinem “GS Drapeaux” teilgenommen hat.

Bild: Drei GS Drapeaux auf dem 40 Jahre GS –Jubiläumstreffen 2010 in Thenay/F

Nach einem gewohnt schönen Sommertreffen haben wir die Familie Abadi frohgelaunt und als neue Freunde wieder verabschiedet, wobei Alain uns noch mit der Aussage überraschte, dass er in Frankreich zukünftig versuchen wird, sich doch etwas intensiver für die GS-Szene einzusetzen. Das haben wir gern zur Kenntnis genommen, ihm viel Glück und der ganzen Familie eine gute Heimreise gewünscht.

Bild: Abschied von der Familie Abadi auf dem Sommertreffen

Weiterhin gab es in 2011 noch ein Wiedersehen in kleiner GS/A-Runde, auf dem mittlerweile 7. Isseltaltreffen der “IG Citroënfreunde” in Hamminkeln und zum Abschluß des Jahres das schon traditionelle GS/A IG Adventstreffen mit dem ebenfalls schönen Brauch des Austausches von Wichtelpäckchen.

Zum Abschluß dieses schönen Jahres, in dem wir wieder einmal die meiste Freizeit mit unser aller Hobby verbracht haben, möchten wir auf keinem Fall vergessen, uns bei allen Beteiligten, beim Hause Citroën, bei der Amicale Citroën Deutschland (ACI-D) und hier besonders bei Stephan Joest, sowie allen Teilnehmern und insbesondere Helfern des IG Sommertreffens/Adventstreffens und allen Organisatoren und Teilnehmern aller Citroën-Veranstaltungen für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit recht herzlich zu bedanken.

Alle miteinander sind doch dafür verantwortlich, dass wir uns in unserem doch so interessanten Hobby wohl fühlen.

Euch allen ein gesundes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2012

wünschen von ganzem Herzen

Gabi Okner und Günter Busse

www.gs-gsa-ig.de

Mrz 202010
 

In der Reihe der Presseveröffentlichungen zum Thema “Klassische Citroen” der Citroen Deutschland GmbH ist auch ein besonderer Artikel zum GS / GSA vor einigen Tagen erschienen. Hier der Text, (C) Presseabteilung Citroën:

Mit dem Ruhm ist es so eine Sache. Was ist das nach dem 2CV am meisten produzierte Citroën-Modell bis heute? Diese Frage können selbst Autoexperten nicht leicht auf Anhieb beantworten. Dabei war der GS nicht zum Mauerblümchen geboren – seinen zeitgenössischen Konkurrenten deutlich überlegen, im Design und in der Technik zukunftsweisend und zugleich preisgünstig, gewann er haushoch die Wahl zum “Auto des Jahres” 1971. Unter anderem weit vor dem SM! Vier Jahrzehnte nach seiner Vorstellung ist es Zeit, eine Lanze für den Citroën GS zu brechen.

Wenn jemand Großes abtritt, spricht man gerne von der Lücke, die er hinterläßt. Das größte Problem des GS ist vielleicht, dass die Lücke schon vor ihm da war. Hätte Citroën ein Modell dieser Kategorie schon 1960 auf den Markt gebracht – wer weiß, wie die Geschichte des Unternehmens verlaufen wäre. So aber kam der GS zu einem Zeitpunkt, als die Konkurrenz das Segment der Familienautos von einem bis 1,5 Liter Hubraum, das in den 1960ern boomte, schon unter sich aufgeteilt hatte. Für Citroën natürlich kein Grund, sich an seinen Wettbewerbern zu orientieren.

“Göttliche” Technik für Jedermann

Der GS war das richtige Auto für Alle, die von der DS träumten, sie sich aber (noch) nicht leisten konnten. Er übernahm die besten Zutaten der Citroën-Technik und verpackte sie in einer ultramodernen, puristisch gestylten Karosserie mit sensationell niedrigem Luftwiderstand.

Er hatte einen luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor, der kompakt baute und den Schwerpunkt niedrig hielt (und ein hervorragender Platzhalter für den Wankelmotor war, siehe dazu das Kapitel GS Birotor in der Rubrik “Citroën mit Wankelmotor”). So stand ein Großteil der Fahrzeuglänge für den Innenraum zur Verfügung, die Platzverhältnisse waren angesichts der schlanken Form verblüffend.

Der GS hatte natürlich eine hydropneumatische Federung mit einem überragenden Komfort und einer sicheren, von Beladung kaum zu beeindruckenden Straßenlage. Er hatte vier Scheibenbremsen, die mit Hochdruck aus der Zentralhydraulik arbeiteten. Es gab ihn – angesichts der hervorragenden Voraussetzungen des Fahrwerks ein logischer Schritt – auch als Kombi (“Break”), was Anfang der 1970er keine Selbstverständlichkeit in dieser Klasse war. Kurz: er war ein würdiger “Sohn der Göttin” und bei seinem Erscheinen ein sensationelles Automobil.

Der Bestseller

Mit dem GS machten die Produktionszahlen der Marke Citroën einen gewaltigen Schritt nach vorn, nachdem die Wachstumskurve in den späten Sechzigern zu verflachen begonnen hatte, obwohl der allgemein steigende Wohlstand die Nachfrage nach Autos antrieb. Auch wenn kurz nach dem Schock der Ölkrise 1974 die Fusion mit Peugeot begann: ohne den GS wäre womöglich schon nichts mehr zum Fusionieren da gewesen.

Der GS – und nicht die liebenswert-skurrilen Ami 6 und Ami 8 – war das Auto, in das die 2CV-Fahrer nach dem Studium umstiegen, wenn sie eine Familie gründeten. Und wenn er heute von den Liebhabern von Old- und Youngtimern gern übersehen wird, liegt das mit Sicherheit auch daran, dass der GS von allen “Avantgarde”-Modellen der Marke die meisten Nachahmer gefunden hat, besonders mit seiner richtungweisenden aerodynamischen Form.

Von 1970 bis 1986 blieb der GS, seit 1980 als GSA, in Produktion und leistete einen großen Beitrag dazu, dass die Marke durch eine schwere Zeit der europäischen Autoindustrie kam. Als erstes Modell nach dem 2CV durchbrach er die Schallgrenze von zwei Millionen gebauten Exemplaren. Und bis heute bleibt er der meistgebaute Citroën nach der legendären “Ente”.

Dazu gibt es auch eine schöne Bildergalerie mit Publikationen, Copyright (C) Citroën Communications: