(english below, en francais au-dessous)
Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg befand sich Frankreich in einer Phase des Übergangs. Die Verwüstungen des Großen Krieges hatten physische und emotionale Narben im ganzen Land hinterlassen. Doch aus dieser Landschaft voller Härten begann ein neuer Geist der Innovation und des modernen Lebens aufzutauchen. Die Bürger sehnten sich nach persönlicher Freiheit, Stabilität und einem Hauch von Normalität. Der Citroën Typ C – auch bekannt als 5HP oder 5CV, in England als 7,5 HP – kam genau zum richtigen Zeitpunkt und bot nicht nur Mobilität, sondern auch Hoffnung. Klein in der Größe, doch groß in seinen Ambitionen, wurde dieses ikonische Auto zu einem der einflussreichsten Fahrzeuge seiner Zeit und zu einem Symbol für Nachkriegserfindungsreichtum und Optimismus.
Frankreich in den 1920er Jahren: Eine Nation im Wiederaufbau
Die frühen 1920er Jahre in Frankreich waren geprägt von Wiederaufbau, sowohl materiell als auch psychologisch. Millionen von Männern waren aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Die ländliche Infrastruktur war zerstört, und die Wirtschaft schwankte zwischen Inflation und industrieller Wiederbelebung. Doch in diesem Vakuum blühte die Innovation. Die Elektrifizierung schritt schnell voran. Massenproduktionstechniken, inspiriert von der amerikanischen Industrie, begannen die französische Fertigungslandschaft umzugestalten.
Politisch versuchte die Dritte Republik, eine polarisierte Gesellschaft zu stabilisieren. Die Mittelschicht – insbesondere städtische Frauen – begann eine sichtbarere Rolle im öffentlichen Leben zu spielen. Gesellschaftlich war dies eine Zeit vorsichtigen Fortschritts: Frauen durften noch nicht wählen, gewannen aber an Unabhängigkeit, insbesondere durch Mobilität. Die Idee, dass ein Auto Menschen jenseits der Elite ermächtigen könnte, war revolutionär. André Citroën, ein visionärer Industrieller, erkannte dies besser als jeder andere.
Design und Debüt: Ein Auto für Jedermann
Der Citroën 5HP wurde erstmals auf der Pariser Automobilausstellung im Oktober 1921 vorgestellt und ging im März 1922 in die Serienproduktion. Entworfen von Edmond Moyet, der kurz zuvor ein ähnliches Fahrzeug für Amilcar („CC“) entwickelt hatte, basierte das Auto auf dem Konzept der Einfachheit: ein 4-Zylinder-Motor mit 856 cm³, der knapp über 11 PS (steuerliche Einstufung: 5CV) leistete, trieb die Hinterräder über ein manuelles Dreiganggetriebe an. Es erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, hatte eine leichte Lenkung und einen niedrigen Kraftstoffverbrauch von nur 5 bis 6 Litern pro 100 km. Der Name 5HP leitete sich von der französischen Steuer-PS-Einstufung („5 chevaux fiscaux“) ab. Mit seinem kurzen Radstand von 2,25 m (2,35 m beim Trèfle) und einer Gesamtlänge von 3,2 m war es wendig und ideal für Stadt- und Landfahrten.
Die mechanische Konstruktion war vom Citroën Typ A abgeleitet, aber leichter, kürzer und einfacher zu handhaben. Das Fahrzeug wog knapp unter 600 kg. Der elektrische Anlasser wurde durch einen Fußknopf aktiviert. Was den 5HP jedoch auszeichnete, war nicht nur die Technik. Citroën setzte auf einen aggressiven Preis, um ein breites Publikum zu erreichen. Die Produktion erreichte 1924 ihren Höhepunkt mit über 32.000 gebauten Einheiten – eine außergewöhnliche Zahl, die selbst Fords europäische Produktion zu dieser Zeit Konkurrenz machte. Insgesamt verließen 80.759 Fahrzeuge die Fertigungsstraßen.
Farben und Persönlichkeit: Vom „Petit Citron“ zum „Vert Printemps“
Der ursprüngliche 5HP erschien in einem lebhaften, ikonischen Gelbton namens „Pamplemousse“, was ihm den liebevollen Spitznamen „Petit Citron“ – wörtlich „kleine Zitrone“, aber auch ein Wortspiel mit dem Markennamen – einbrachte. Im Laufe der Jahre wurden weitere Farben angeboten, darunter Marineblau, Rubinrot, Creme und die bekannteste von allen: „Vert Printemps“ (Frühlingsgrün), das den Übergang der 1920er Jahre zu zurückhaltenderen Farbtönen nach der Ausgelassenheit des Art Nouveau widerspiegelte.
Dieser grüne Farbton, reich und verspielt, wurde später zu einer Quelle internationaler Kontroversen – dazu später mehr. Die Verwendung heller, gesättigter Farben war eine weitere innovative Marketingentscheidung von Citroën.
In einer Zeit, in der die meisten Autos in konservativem Schwarz und Grau lackiert waren, stach der 5HP als Symbol für Optimismus und modernen Geschmack heraus.
Das deutsche Echo: Opel Laubfrosch und die Kopierdebatte
1924 brachte der deutsche Autohersteller Opel den Opel 4/12 PS auf den Markt, der eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Citroën 5HP aufwies. Er war in einem ähnlichen Grünton lackiert und erhielt schnell den Spitznamen „Laubfrosch“. Mechanisch, optisch und sogar in den Proportionen ähnelte er dem 5HP auffallend.
Citroën sah darin mehr als einen Zufall. Es kursierten Gerüchte, dass deutsche Ingenieure entweder ein 5HP-Fahrzeug zum Reverse-Engineering erworben oder Zugriff auf Konstruktionspläne hatten – Beweise dafür gab es jedoch nie. André Citroën war juristischen Auseinandersetzungen nicht fremd und erwog rechtliche Schritte. Doch die internationalen Patentgesetze der 1920er Jahre waren notorisch schwach. Zwar hatte Frankreich Designschutzgesetze, diese waren jedoch grenzüberschreitend schwer durchzusetzen. Das Fehlen verbindlicher europäischer Patentverträge ermöglicht es Opel, den Laubfrosch ohne Konsequenzen zu produzieren. Eine rechtliche Auseinandersetzung wurde angedeutet, kam jedoch nie zu einem erfolgreichen Urteil. Der Vorfall zeigt die Fragilität des Schutzes geistigen Eigentums im frühen 20. Jahrhundert – und wie schnell wachsende Marken wie Citroën von industrieller Nachahmung überholt werden konnten.
Interessanterweise wurde der Laubfrosch selbst zu einem wichtigen Sprungbrett für Opel und trug dazu bei, dass das Unternehmen Ende der 1920er Jahre zu einem der führenden deutschen Hersteller wurde.
Das Chassis des 5HP – ein modulares Konzept
Das Citroën 5HP-Chassis war robust und dennoch leicht, gefertigt aus kaltgepressten 3-mm-Stahl-U-Profilen in einer trapezförmigen Anordnung, die eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegen Verwindung bot – ideal für die rauen Straßen der 1920er Jahre. Motor, Kupplung und Getriebe bildeten eine einzige, abnehmbare Einheit, die an drei Punkten am Chassis befestigt war, was die Wartung erleichterte und straßenbedingte Vibrationen isolierte. Das Hinterachsdifferential nutzte ein langlebiges „Chevron“-Kegelrad-Design, während halbelliptische Blattfedern und ab Mitte 1924 Michelin-Niederdruck-Ballonreifen auf verstärkten Achsen für verbesserten Fahrkomfort und bessere Handhabung sorgten.
Karosserievarianten und Karosseriebau: Die vielen Gesichter des 5HP
Der 5HP wurde ursprünglich als „Torpédo deux places“ (zweisitziger offener Tourer, Typ T2) eingeführt, entwickelte sich aber schnell zu mehreren Varianten. Eine der beliebtesten war das „Trèfle“-Modell (Kleeblatt, Typ T3-2), das 1923 vorgestellt wurde und einen ungewöhnlichen dritten Sitz in der Mitte hinter der ersten Reihe hatte. Dies verlieh dem Auto ein markantes Bootsheck-Design und erhöhte seine Vielseitigkeit, ohne Antriebsstrang oder Fahrwerk zu komplizieren.
Weitere Werksvarianten umfassten:
* Torpédo trois places (dreisitziger offener Tourer, Typ T3-1)
* Coupé de Ville
* Voiturette commerciale (leichter Lieferwagen, Typ VL)
* Maßgefertigte, karosseriegebaute Editionen für spezielle oder luxusorientierte Kunden
Einige Fahrzeuge wurden nach dem Verkauf von lokalen Karosseriebauern modifiziert, die das 5HP-Chassis für regionale Bedürfnisse anpassten – von Lieferfahrzeugen bis zu Mikro-Taxis. Sein leichtes Chassis und seine Einfachheit machten es ideal für Anpassungen.
Citroëns Ära der großen Industrialisierung – und die Geschichte von „Bubsy“
Zwischen 1919 und 1925 baute Citroën ein globales Netzwerk von 5.000 Vertretern auf. Exklusive Tochtergesellschaften und Händler wurden in Ländern wie Großbritannien, Italien, Japan, Spanien, Belgien, Nordafrika, Australien und Südamerika gegründet. Ab 1925 begann Citroën, Fabriken in Spanien, Italien, Polen, Algerien, Belgien und England zu bauen, um Einfuhrzölle wie die britischen MacKenna-Zölle zu vermeiden. Die Veröffentlichung des „Bulletin Citroën“ – eines frühen internen Marketing- und Verkaufsschulungs-Newsletters – war ein weiteres Kompetenzentwicklungsprogramm von Citroën.
André Citroëns wahres Genie lag nicht nur in der Fertigung, sondern in der Neudefinition, für wen das Auto gedacht war. Mit dem 5HP zielte er mutig auf ein weibliches Publikum ab – eine unkonventionelle und sogar radikale Idee für die frühen 1920er Jahre. Alle Werbematerialien für das Auto zeigten junge Frauen, die selbstbewusst das Fahrzeug steuerten, und stellten so die männerdominierte Wahrnehmung des Autobesitzes subtil infrage. Citroën erkannte, dass dieses kleine, einfach zu handhabende Fahrzeug neue Horizonte der Unabhängigkeit und Mobilität eröffnen konnte, insbesondere für Frauen und Stadtbewohner.
Doch seine Innovation ging über Werbebilder hinaus. Angesichts der finanziellen Einschränkungen der Nachkriegsgesellschaft gründete Citroën eines der ersten Verbraucherkreditunternehmen in Frankreich, das es Kunden ermöglichte, den 5HP in erschwinglichen Raten zu kaufen. Diese Demokratisierung des Autobesitzes – modernes Transportmittel durch Ratenzahlungen anzubieten – war damals revolutionär und festigte Citroëns Ruf als Pionier der Massenmobilität. Nach einer langsamen Markteinführung 1922 gewann der 5HP schnell an Fahrt; 1924 machte er fast die Hälfte der Gesamtverkäufe von Citroën aus. Damit wurde er nicht nur ein beliebtes Fahrzeug, sondern eines der ersten echten „Volkswagen“ Europas – zugänglich, stilvoll und bewusst inklusiv.
Der Citroën 5HP bewies 1925 seine außergewöhnliche Zuverlässigkeit und Kraftstoffeffizienz, als ein gebrauchter Torpédo namens „Bubsy“ mit zwei abenteuerlustigen Studenten eine 17.000 km lange Umrundung Australiens in fünf Monaten absolvierte – ohne einen einzigen Motorschaden. Unter schwierigsten Bedingungen im Outback, mit provisorischen Reparaturen wie dem Polstern von platten Reifen mit Gras und Kuhhaut, zeigte sich die robuste Technik und Wartungsfreundlichkeit des Autos. Diese Expedition unterstrich die realen Fähigkeiten des 5HP, nicht nur seinen urbanen Reiz. Trotz seiner Popularität und legendären Robustheit war der 5HP jedoch finanziell nicht tragfähig. Im Mai 1926 traf André Citroën die schwierige Entscheidung, die Produktion zugunsten eines Nachfolgers mit Ganzstahlkarosserie (B14) einzustellen, was die Spannung zwischen Innovation und Profitabilität in der frühen Automobilgeschichte verdeutlicht.
Marketing-Meisterschaft: Citroëns industrielles Genie
Citroën verkaufte nicht nur Autos – er verkaufte modernes Leben. Der 5HP wurde nicht nur als erschwinglich und zuverlässig vermarktet, sondern auch als erstrebenswert. Frauen wurden in Anzeigen oft als selbstständige Fahrerinnen dargestellt, die durch die Straßen der Stadt navigierten. Dies war für die damalige Zeit mutig und stand im Einklang mit der wachsenden feministischen Bewegung in Frankreich und darüber hinaus.
Eine der ikonischsten Kampagnen von Citroën war die Beleuchtung des Eiffelturms mit dem Markennamen in riesigen Neonbuchstaben – ein Werbegag, der von 1925 bis 1934 andauerte und zu einem Pariser Wahrzeichen wurde.
Er setzte auch auf Cross-Media-Promotion: Magazine, Plakate, Straßenveranstaltungen und Werbeartikel wie Miniaturmodelle und Markenkleidung. Dies machte Citroën zu einer der ersten europäischen Marken, die Automobilmarketing als ganzheitliches Ökosystem verstand.
Les Jouets Citroën: Die Geburt der Automobilspielzeuge
Die Geschichte des 5HP wäre nicht vollständig ohne die Erwähnung von Les Jouets Citroën. Ab 1922 gründete Citroën eine Tochtergesellschaft zur Herstellung von Spielzeug – hauptsächlich Tretfahrzeugen und maßstabsgetreuen Modellen ihrer Autos. Dies waren keine einfachen Blechspielzeuge. Sie waren hochwertige, verkleinerte Nachbildungen, oft aus Blech gefertigt und in den Farben der echten Autos lackiert.
Der 5HP war eines der ersten Modelle, das als Tretfahrzeug für Kinder reproduziert wurde. Diese Spielzeuge wurden in Autohäusern und Luxusgeschäften wie den Galeries Lafayette verkauft und halfen, Markentreue schon in jungen Jahren aufzubauen.
Viele dieser Jouets Citroën sind heute begehrte Sammlerstücke, die bei Auktionen hohe Preise erzielen. Sie zeugen auch von Citroëns Marketing-Voraussicht – lange bevor heutige Markenlizenzierungsstrategien üblich wurden.
Vermächtnis und Gemeinschaft: Der 5HP lebt weiter
Obwohl die Produktion 1926 endete, bleibt der Citroën 5HP ein bleibendes Symbol der frühen französischen Autokultur. Seine Einfachheit, sein Charme und seine clevere Technik faszinieren nach wie vor Sammler und Historiker.
Mehrere engagierte Clubs pflegen das Erbe des 5HP:
* In Frankreich bewahren Gruppen wie der Club des Trèfles et C4 historisches Wissen und bieten technische Unterstützung.
* In Deutschland organisiert der Citroën Veteranen Club Deutschland e.V. und der André Citroën-Club regelmäßig Rallyes und Ausstellungen, bei denen gelegentlich gut erhaltene 5HP-Exemplare zu sehen sind.
* Weltweit verbindet die Amicale Citroën Internationale (ACI) Clubs in 49 Ländern und dient als zentrale Plattform für Koordination, historische Bewahrung und Ressourcenaustausch.
Enthusiasten haben Zugang zu digitalen Ersatzteilkatalogen, Werkstatthandbüchern und sogar Nachbauteilen über spezialisierte Online-Anbieter und Archiv-Websites. Der Gemeinschaftsgeist rund um den 5HP ist stark, getrieben von Leidenschaft, Nostalgie und tiefem Respekt für eines der Autos, die die Mobilität demokratisierten. Eine großartige (deutschsprachige) Quelle ist https://www.citroen-5hp.org, die viele Informationen bereithält.
Auch ein Jahrhundert später verzaubert dieses kleine Juwel weiterhin. Es erinnert uns daran, dass Innovation nicht immer laut sein muss – manchmal ist sie in Frühlingsgrün lackiert, tuckert über eine gepflasterte Straße und bringt einer Generation Freiheit.
Moderner Erbe eines revolutionären Geistes: Der Citroën ë-C3
So wie der Citroën 5HP einst die Mobilität im Nachkriegs-Frankreich demokratisierte, trägt der neue Citroën ë-C3 dieses Erbe ins elektrische Zeitalter. Als eines der erschwinglichsten Elektrofahrzeuge auf dem Markt spiegelt er die Mission des 5HP wider, persönlichen Transport einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, insbesondere Ersterwerbern und Stadtpendlern, und verdient seine Auszeichnungen durch seine Positionierung im Niedrigpreissegment, für die der 5HP berühmt wurde.
Technisch bleibt er den Kernwerten des 5HP treu: kompakte Abmessungen, niedrige Betriebskosten, einfache Bedienung und ein fröhliches, unverwechselbares Design – diesmal elektrifiziert und zukunftssicher. Er setzt auch André Citroëns Marketinggenie fort, indem er lebensstilbewusste Käufer durch lebendige Farben, komfortorientierte Technik und inklusive Botschaften anspricht.
Mit seiner lokalisierten Produktion, internationalen Reichweite und dem Fokus auf Massenelektrifizierung ist der ë-C3 nicht nur ein Auto – er ist ein Statement, das die Rolle des 5HP widerspiegelt, eine neue Ära der alltäglichen Mobilität zu gestalten. In Geist und Zweck ist er der logische, derzeit verfügbare Nachfolger von Citroëns stillschweigend radikalster Innovation.
Mehr: https://www.citroen.fr/vehicules/nouvelle-e-c3.html
“The Little Giant” – The Story of the Citroën 5HP and Its Impact on the Early Automotive Age – and How It Lives On Today
In the immediate aftermath of the First World War, France was a country in transition. The devastations of the Great War had left physical and emotional scars across the nation. Yet, from this landscape of hardship, a new spirit of innovation and modern living began to emerge. Citizens longed for personal freedom, stability, and a touch of normalcy. The Citroën Type C – also known as 5HP or 5CV, in England as 7.5 HP – arrived at exactly the right moment, offering not only mobility but also hope. Small in size yet great in ambition, this iconic car became one of the most influential vehicles of its time and a symbol of post-war ingenuity and optimism.

France in the 1920s: A Nation Rebuilding
The early 1920s in France were defined by reconstruction, both materially and psychologically. Millions of men had not returned from the war. Rural infrastructure was destroyed, and the economy wavered between inflation and industrial resurgence. Yet innovation flourished in this vacuum. Electrification expanded rapidly. Mass production techniques, inspired by American industry, began reshaping the French manufacturing landscape.
Politically, the French Third Republic sought to stabilize a polarized society. The middle class – particularly urban women – started playing a more visible role in public life. Socially, this was a time of cautious progress: women were not yet allowed to vote but were gaining independence, especially through mobility. The idea that a car could empower people beyond the elite was revolutionary. André Citroën, a visionary industrialist, recognized this better than anyone.

Design and Debut: Engineering the Everyman’s Car
The Citroën 5HP was first showcased at the Paris Motor Show in October 1921 and entered serial production in March 1922. Designed by Edmond Moyet, who had previously developed a similar vehicle for Amilcar (“CC”), the car was built around the concept of simplicity: a 4-cylinder, 856 cc engine producing just over 11 horsepower (fiscal rating: 5CV) drove the rear wheels via a three-speed manual gearbox. It reached a top speed of 60 km/h, had light steering, and low fuel consumption of just 5 to 6 liters per 100 km. The name 5HP derived from the French fiscal horsepower rating (“5 chevaux fiscaux”). With its short wheelbase of 2.25 m (2.35 m for the Trèfle) and an overall length of 3.2 m, it was maneuverable and ideal for both city and country driving.
The mechanical layout was derived from the Citroën Type A but was lighter, shorter, and easier to handle. The vehicle weighed just under 600 kg. The electric starter was activated by a foot pedal. What set the 5HP apart, however, was not just its engineering. Citroën priced it aggressively to reach a broad audience. Production peaked in 1924 with over 32,000 units built – an extraordinary number that rivaled Ford’s European output at the time. In total, 80,759 vehicles left the assembly lines.

Colors and Personality: From “Petit Citron” to “Vert Printemps”
The original 5HP appeared in a vibrant, iconic yellow shade called “Pamplemousse,” earning it the affectionate nickname “Petit Citron” – literally “little lemon,” but also a play on the brand name. Over the years, additional colors were offered, including navy blue, ruby red, cream, and the most famous of all: “Vert Printemps” (spring green), reflecting the 1920s shift toward more restrained hues after the exuberance of Art Nouveau.
This green shade, rich and playful, later became a source of international controversy – more on that shortly. The use of bright, saturated colors was another innovative marketing decision by Citroën. In an era when most cars were painted in conservative black and gray, the 5HP stood out as a symbol of optimism and modern taste.
The German Echo: Opel Laubfrosch and the Copycat Debate
In 1924, the German automaker Opel launched the Opel 4/12 PS, which bore a striking resemblance to the Citroën 5HP. Painted in a similar green shade, it quickly earned the nickname “Laubfrosch” (tree frog). Mechanically, visually, and even in proportions, it was remarkably similar to the 5HP.
Citroën saw this as more than a coincidence. Rumors circulated that German engineers had either acquired a 5HP for reverse engineering or had access to design blueprints – though no evidence ever surfaced. André Citroën was no stranger to litigation and considered legal action. However, international patent laws in the 1920s were notoriously weak. While France had design protection laws, these were difficult to enforce across borders. The lack of binding European patent treaties allowed Opel to produce the Laubfrosch without consequence. A legal battle was hinted at but never reached a successful judgment. The incident highlights the fragility of intellectual property protection in the early 20th century – and how fast-growing brands like Citroën could be outpaced by industrial mimicry.
Interestingly, the Laubfrosch itself became a significant stepping stone for Opel, helping it become one of Germany’s leading manufacturers by the late 1920s.

The 5HP Chassis – A Modular Concept
The Citroën 5HP chassis was robust yet lightweight, constructed from cold-pressed 3-mm steel U-profiles arranged in a trapezoidal layout, offering exceptional resistance to torsional twisting – ideal for the rough roads of the 1920s. The engine, clutch, and transmission formed a single removable unit, mounted on three chassis points, facilitating maintenance and isolating road-induced vibrations. The rear differential used a durable “Chevron” bevel-gear design, while semi-elliptical leaf springs and, from mid-1924, Michelin low-pressure balloon tires on reinforced axles provided improved ride comfort and handling.

Body Styles and Coachbuilding: The Many Faces of the 5HP
The 5HP was initially launched as a “Torpédo deux places” (two-seat open tourer, Type T2) but quickly evolved into multiple variants. One of the most beloved was the “Trèfle” (Cloverleaf, Type T3-2) model, introduced in 1923, featuring an unusual third seat positioned centrally behind the front row. This gave the car a distinctive boat-tail design and increased its versatility without complicating the drivetrain or suspension.
Other factory variants included:
Torpédo trois places (three-seat open tourer, Type T3-1)
Coupé de Ville
Voiturette commerciale (light delivery van, Type VL)
Custom coach-built editions for specialized or luxury-oriented clients
Some vehicles were modified post-sale by local coachbuilders, who adapted the 5HP chassis for regional needs – from delivery vehicles to micro-taxis. Its lightweight chassis and simplicity made it ideal for adaptations.

Citroën’s Era of Large-Scale Industrialization – and the Story of “Bubsy”
Between 1919 and 1925, Citroën built a global network of 5,000 agents. Exclusive subsidiaries and dealerships were established in countries such as the United Kingdom, Italy, Japan, Spain, Belgium, North Africa, Australia, and South America. From 1925 onward, Citroën began constructing factories in Spain, Italy, Poland, Algeria, Belgium, and England to avoid import duties like the British MacKenna tariffs. The publication of the “Bulletin Citroën” – an early internal marketing and sales training newsletter – was another competence development program by Citroën.
André Citroën’s true genius lay not only in manufacturing but in redefining who the car was for. With the 5HP, he boldly targeted a female audience – an unconventional and even radical idea for the early 1920s. All advertising materials for the car featured young women confidently driving, subtly challenging the male-dominated perception of car ownership. Citroën recognized that this small, easy-to-handle vehicle could open new horizons of independence and mobility, particularly for women and urban dwellers.
His innovation extended beyond advertising imagery. Recognizing the financial constraints of post-war society, Citroën founded one of France’s first consumer credit companies, enabling customers to purchase the 5HP in affordable installments. This democratization of car ownership – offering modern transportation through payment plans – was revolutionary and cemented Citroën’s reputation as a pioneer of mass mobility. After a slow market introduction in 1922, the 5HP gained traction; by 1924, it accounted for nearly half of Citroën’s total sales. It became not just a popular vehicle but one of Europe’s first true “people’s cars” – accessible, stylish, and deliberately inclusive.
The Citroën 5HP proved its exceptional reliability and fuel efficiency in 1925 when a second-hand Torpédo named “Bubsy,” driven by two adventurous students, completed a 17,000 km circumnavigation of Australia in five months – without a single engine failure. Facing harsh outback conditions with makeshift repairs like padding punctured tires with grass and cowhide, the car demonstrated its robust engineering and ease of maintenance. This expedition underscored the 5HP’s real-world capabilities, beyond its urban appeal. Despite its popularity and legendary toughness, the 5HP was not financially sustainable. In May 1926, André Citroën made the difficult decision to cease production in favor of a fully steel-bodied successor (B14), illustrating the tension between innovation and profitability in early automotive history.

Marketing Mastery: Citroën’s Industrial Genius
Citroën didn’t just sell cars – he sold modern life. The 5HP was marketed not only as affordable and reliable but also as aspirational. Women were often depicted in advertisements as independent drivers navigating city streets. This was bold for the time and aligned with the growing feminist movement in France and beyond.
One of Citroën’s most iconic campaigns was the illumination of the Eiffel Tower with the brand’s name in giant neon letters – a promotional stunt that ran from 1925 to 1934 and became a Parisian landmark.
He also embraced cross-media promotion: magazines, posters, street events, and promotional items like miniature models and branded apparel. This made Citroën one of the first European brands to understand automotive marketing as a holistic ecosystem.
Les Jouets Citroën: The Birth of Automotive Toys
The story of the 5HP would not be complete without mentioning Les Jouets Citroën. Starting in 1922, Citroën established a subsidiary to produce toys – primarily pedal cars and scale models of their vehicles. These were not simple tin toys but high-quality, miniaturized replicas, often made from sheet metal and painted to match the real cars.
The 5HP was one of the first models reproduced as a children’s pedal car. These toys were sold in dealerships and luxury stores like Galeries Lafayette, fostering brand loyalty from a young age.
Many of these Jouets Citroën are now coveted collector’s items, fetching high prices at auctions. They also testify to Citroën’s marketing foresight – long before modern brand licensing strategies became common.

Legacy and Community: The 5HP Lives On
Although production ended in 1926, the Citroën 5HP remains an enduring symbol of early French automotive culture. Its simplicity, charm, and clever engineering continue to captivate collectors and historians.
Several dedicated clubs preserve the 5HP’s legacy:
In France, groups like the Club des Trèfles et C4 maintain historical knowledge and provide technical support.
In Germany, the Citroën Veteranen Club Deutschland e.V. and the André Citroën-Club regularly organize rallies and exhibitions where well-preserved 5HP examples occasionally appear.
Globally, the Amicale Citroën Internationale (ACI) connects clubs in 49 countries, serving as a vital platform for coordination, historical preservation, and resource sharing.
Enthusiasts have access to digital spare parts catalogs, workshop manuals, and even reproduction parts through specialized online suppliers and archival websites. The community spirit around the 5HP remains strong, driven by passion, nostalgia, and deep respect for one of the cars that democratized mobility. A great (German-language) resource is https://www.citroen-5hp.org, which provides extensive information.
Even a century later, this little gem continues to charm. It reminds us that innovation isn’t always loud – sometimes it’s painted in spring green, trundling down a cobbled street, bringing freedom to a generation.
Modern Heir to a Revolutionary Spirit: The Citroën ë-C3
Just as the Citroën 5HP once democratized mobility in post-war France, the new Citroën ë-C3 carries this legacy into the electric age. As one of the most affordable electric vehicles on the market, it mirrors the 5HP’s mission of making personal transport accessible to a broader audience, particularly first-time buyers and urban commuters, earning accolades for its low-price segment positioning that made the 5HP famous.
Technically, it stays true to the 5HP’s core values: compact dimensions, low operating costs, simple controls, and a cheerful, distinctive design – now electrified and future-ready. It also continues André Citroën’s marketing genius by appealing to lifestyle-conscious buyers through vibrant colors, comfort-focused engineering, and inclusive messaging.
With its localized production, international reach, and focus on mass electrification, the ë-C3 is not just a car – it’s a statement, echoing the 5HP’s role in shaping a new era of everyday mobility. In spirit and purpose, it is the logical, currently available successor to Citroën’s quietly radical innovation.
More: https://www.citroen.fr/vehicules/nouvelle-e-c3.html

« Le petit géant » – L’histoire de la Citroën 5HP et de son impact sur le début de l’ère automobile – et comment elle se perpétue aujourd’hui
Immédiatement après la Première Guerre mondiale, la France traversait une phase de transition. Les ravages de la Grande Guerre avaient laissé des cicatrices physiques et émotionnelles dans tout le pays. Pourtant, dans ce paysage de difficultés, un nouvel esprit d’innovation et de vie moderne commençait à émerger. Les citoyens aspiraient à la liberté personnelle, à la stabilité et à une touche de normalité. La Citroën Type C – également connue sous le nom de 5HP ou 5CV, en Angleterre sous le nom de 7,5 HP – est arrivée au bon moment, offrant non seulement de la mobilité, mais aussi de l’espoir. Petite par sa taille, mais grande par ses ambitions, cette voiture emblématique est devenue l’un des véhicules les plus influents de son époque et un symbole de l’ingéniosité et de l’optimisme d’après-guerre.

La France dans les années 1920 : une nation en reconstruction
Les premières années 1920 en France furent marquées par la reconstruction, tant matérielle que psychologique. Des millions d’hommes n’étaient pas revenus de la guerre. Les infrastructures rurales étaient détruites, et l’économie oscillait entre inflation et relance industrielle. Pourtant, dans ce vide, l’innovation prospérait. L’électrification avançait rapidement. Les techniques de production de masse, inspirées de l’industrie américaine, commençaient à transformer le paysage manufacturier français.
Politiquement, la Troisième République tentait de stabiliser une société polarisée. La classe moyenne – en particulier les femmes urbaines – commençait à jouer un rôle plus visible dans la vie publique. Socialement, c’était une période de progrès prudent : les femmes n’avaient pas encore le droit de vote, mais elles gagnaient en indépendance, notamment grâce à la mobilité. L’idée qu’une voiture puisse autonomiser les gens au-delà de l’élite était révolutionnaire. André Citroën, un industriel visionnaire, l’avait compris mieux que quiconque.

Conception et lancement : une voiture pour tous
La Citroën 5HP fut présentée pour la première fois au Salon de l’Automobile de Paris en octobre 1921 et entra en production en série en mars 1922. Conçue par Edmond Moyet, qui avait récemment développé un véhicule similaire pour Amilcar („CC“), la voiture reposait sur un concept de simplicité : un moteur 4 cylindres de 856 cm³, développant un peu plus de 11 ch (classification fiscale : 5CV), entraînait les roues arrière via une boîte manuelle à trois vitesses. Elle atteignait une vitesse maximale de 60 km/h, avec une direction légère et une consommation de carburant remarquablement faible de 5 à 6 litres aux 100 km. Le nom 5HP dérivait de la classification fiscale française („5 chevaux fiscaux“). Avec son empattement court de 2,25 m (2,35 m pour le Trèfle) et une longueur totale de 3,2 m, elle était agile et idéale pour les trajets en ville et à la campagne.
La conception mécanique était dérivée du Citroën Type A, mais plus légère, plus courte et plus facile à manier. Le véhicule pesait un peu moins de 600 kg. Le démarreur électrique était activé par un bouton au pied. Ce qui distinguait le 5HP, cependant, ce n’était pas seulement la technique. Citroën misait sur un prix agressif pour atteindre un large public. La production atteignit son apogée en 1924 avec plus de 32 000 unités construites – un chiffre exceptionnel qui concurrençait même la production européenne de Ford à l’époque. Au total, 80 759 véhicules quittèrent les chaînes de montage.

Couleurs et personnalité : du „Petit Citron“ au „Vert Printemps“
Le 5HP original apparut dans une teinte jaune vif et emblématique appelée „Pamplemousse“, ce qui lui valut le surnom affectueux de „Petit Citron“ – littéralement „petite citron“, mais aussi un jeu de mots avec le nom de la marque. Au fil des années, d’autres couleurs furent proposées, notamment le bleu marine, le rouge rubis, le crème et la plus célèbre de toutes : le „Vert Printemps“ (vert printanier), qui reflétait la transition des années 1920 vers des teintes plus sobres après l’exubérance de l’Art nouveau.
Cette teinte verte, riche et ludique, devint plus tard une source de controverses internationales – nous y reviendrons. L’utilisation de couleurs vives et saturées était une autre décision marketing innovante de Citroën. À une époque où la plupart des voitures étaient peintes en noir et gris conservateurs, le 5HP se distinguait comme un symbole d’optimisme et de goût moderne.
L’écho allemand : l’Opel Laubfrosch et le débat sur la copie
En 1924, le constructeur automobile allemand Opel lança l’Opel 4/12 PS, qui présentait une ressemblance frappante avec la Citroën 5HP. Peinte dans une teinte verte similaire, elle fut rapidement surnommée „Laubfrosch“ (grenouille verte). Mécaniquement, visuellement et même dans ses proportions, elle ressemblait de manière troublante au 5HP.
Citroën y voyait plus qu’une coïncidence. Des rumeurs circulaient selon lesquelles des ingénieurs allemands auraient acquis un véhicule 5HP pour un reverse-engineering ou auraient eu accès à des plans de conception – sans toutefois de preuves concrètes. André Citroën n’était pas étranger aux batailles juridiques et envisagea des poursuites. Cependant, les lois internationales sur les brevets des années 1920 étaient notoirement faibles. Bien que la France disposât de lois sur la protection des dessins, celles-ci étaient difficiles à faire appliquer au-delà des frontières. L’absence de traités de brevets européens contraignants permit à Opel de produire le Laubfrosch sans conséquences. Une action en justice fut envisagée, mais n’aboutit jamais à un jugement favorable. Cet incident illustre la fragilité de la protection de la propriété intellectuelle au début du XXe siècle – et la rapidité avec laquelle des marques en croissance comme Citroën pouvaient être dépassées par des imitations industrielles.
Fait intéressant, le Laubfrosch devint lui-même un tremplin important pour Opel, contribuant à faire de l’entreprise l’un des principaux constructeurs allemands à la fin des années 1920.

Le châssis du 5HP – un concept modulaire
Le châssis de la Citroën 5HP était robuste mais léger, fabriqué à partir de profilés en U d’acier de 3 mm pressés à froid dans une disposition trapézoïdale, offrant une résistance exceptionnelle à la torsion – idéale pour les routes difficiles des années 1920. Le moteur, l’embrayage et la boîte de vitesses formaient une unité unique et amovible, fixée au châssis en trois points, ce qui facilitait l’entretien et isolait les vibrations routières. Le différentiel de l’essieu arrière utilisait un design durable à engrenages coniques „Chevron“, tandis que des ressorts à lames semi-elliptiques et, à partir de mi-1924, des pneus à basse pression Michelin Ballon sur des essieux renforcés amélioraient le confort de conduite et la maniabilité.

Variantes de carrosserie et carrossiers : les multiples visages du 5HP
Le 5HP fut initialement lancé comme un „Torpédo deux places“ (tourer ouvert à deux places, Type T2), mais évolua rapidement vers plusieurs variantes. L’une des plus populaires était le modèle „Trèfle“ (Type T3-2), introduit en 1923, avec un troisième siège inhabituel au centre derrière la première rangée. Cela donnait à la voiture un design distinctif en queue de bateau et augmentait sa polyvalence sans compliquer la transmission ou le châssis.
D’autres variantes d’usine comprenaient :
– Torpédo trois places (tourer ouvert à trois places, Type T3-1)
– Coupé de Ville
– Voiturette commerciale (petite camionnette, Type VL)
– Éditions sur mesure construites par des carrossiers pour des clients spécifiques ou orientés luxe
Certains véhicules furent modifiés après la vente par des carrossiers locaux, qui adaptaient le châssis du 5HP aux besoins régionaux – des véhicules de livraison aux micro-taxis. Son châssis léger et sa simplicité en faisaient une base idéale pour des personnalisations.

L’ère de l’industrialisation de Citroën – et l’histoire de „Bubsy“
Entre 1919 et 1925, Citroën construisit un réseau mondial de 5 000 concessionnaires. Des filiales exclusives et des revendeurs furent établis dans des pays comme le Royaume-Uni, l’Italie, le Japon, l’Espagne, la Belgique, l’Afrique du Nord, l’Australie et l’Amérique du Sud. À partir de 1925, Citroën commença à construire des usines en Espagne, en Italie, en Pologne, en Algérie, en Belgique et en Angleterre pour éviter les droits de douane, comme les droits MacKenna britanniques. La publication du „Bulletin Citroën“ – une newsletter interne de formation au marketing et à la vente – était un autre programme de développement des compétences de Citroën.
Le véritable génie d’André Citroën ne résidait pas seulement dans la fabrication, mais dans la redéfinition du public cible de la voiture. Avec le 5HP, il visait audacieusement un public féminin – une idée non conventionnelle, voire radicale, pour les années 1920. Toutes les publicités pour la voiture montraient de jeunes femmes conduisant avec assurance, remettant subtilement en question la perception dominée par les hommes de la propriété automobile. Citroën comprit que ce petit véhicule facile à manier pouvait ouvrir de nouveaux horizons d’indépendance et de mobilité, en particulier pour les femmes et les citadins.
Mais son innovation allait au-delà des images publicitaires. Face aux contraintes financières de la société d’après-guerre, Citroën fonda l’une des premières sociétés de crédit à la consommation en France, permettant aux clients d’acheter le 5HP en versements abordables. Cette démocratisation de la propriété automobile – offrir un transport moderne par des paiements échelonnés – était révolutionnaire à l’époque et consolida la réputation de Citroën comme pionnier de la mobilité de masse. Après un lancement lent en 1922, le 5HP gagna rapidement du terrain ; en 1924, il représentait près de la moitié des ventes totales de Citroën. Cela en fit non seulement un véhicule populaire, mais l’un des premiers véritables „Volkswagen“ d’Europe – accessible, élégant et délibérément inclusif.
La Citroën 5HP prouva son exceptionnelle fiabilité et son efficacité énergétique en 1925, lorsqu’un Torpédo d’occasion nommé „Bubsy“, conduit par deux étudiants aventureux, parcourut 17 000 km autour de l’Australie en cinq mois – sans une seule panne moteur. Dans les conditions les plus difficiles de l’outback, avec des réparations improvisées comme le rembourrage de pneus crevés avec de l’herbe et du cuir de vache, la robustesse technique et la facilité d’entretien de la voiture furent mises en évidence. Cette expédition souligna les capacités réelles du 5HP, au-delà de son attrait urbain. Malgré sa popularité et sa robustesse légendaire, le 5HP n’était cependant pas financièrement viable. En mai 1926, André Citroën prit la difficile décision d’arrêter sa production au profit d’un successeur à carrosserie tout acier (B14), mettant en lumière la tension entre innovation et rentabilité dans l’histoire automobile précoce.

Maîtrise du marketing : le génie industriel de Citroën
Citroën ne vendait pas seulement des voitures – il vendait un mode de vie moderne. Le 5HP n’était pas seulement commercialisé comme abordable et fiable, mais aussi comme désirable. Les femmes étaient souvent représentées dans les publicités comme des conductrices indépendantes naviguant dans les rues de la ville. Cela était audacieux pour l’époque et s’alignait sur le mouvement féministe croissant en France et au-delà.
L’une des campagnes les plus emblématiques de Citroën fut l’illumination de la Tour Eiffel avec le nom de la marque en énormes lettres néon – un coup publicitaire qui dura de 1925 à 1934 et devint un emblème parisien.
Il misa également sur la promotion transmédia : magazines, affiches, événements de rue et produits dérivés comme des modèles miniatures et des vêtements de marque. Cela fit de Citroën l’une des premières marques européennes à comprendre le marketing automobile comme un écosystème global.
Les Jouets Citroën : la naissance des jouets automobiles
L’histoire du 5HP ne serait pas complète sans mentionner Les Jouets Citroën. Dès 1922, Citroën créa une filiale pour produire des jouets – principalement des véhicules à pédales et des modèles réduits de ses voitures. Ce n’étaient pas de simples jouets en tôle. Ils étaient des reproductions miniatures de haute qualité, souvent fabriquées en tôle et peintes dans les couleurs des vraies voitures.
Le 5HP fut l’un des premiers modèles à être reproduit comme véhicule à pédales pour enfants. Ces jouets étaient vendus dans les concessions automobiles et les magasins de luxe comme les Galeries Lafayette, contribuant à instaurer une fidélité à la marque dès le plus jeune âge.
Beaucoup de ces Jouets Citroën sont aujourd’hui des objets de collection très prisés, atteignant des prix élevés aux enchères. Ils témoignent également de la clairvoyance marketing de Citroën – bien avant que les stratégies modernes de licence de marque ne deviennent courantes.

Héritage et communauté : le 5HP vit toujours
Bien que la production ait cessé en 1926, la Citroën 5HP reste un symbole durable de la culture automobile française précoce. Sa simplicité, son charme et son ingénierie astucieuse continuent de captiver les collectionneurs et les historiens.
Plusieurs clubs dévoués préservent l’héritage du 5HP :
En France, des groupes comme le Club des Trèfles et C4 conservent le savoir historique et offrent un soutien technique.
En Allemagne, le Citroën Veteranen Club Deutschland e.V. et l’André Citroën-Club organisent régulièrement des rallyes et des expositions, où l’on peut parfois voir des exemplaires bien préservés du 5HP.
À l’échelle mondiale, l’Amicale Citroën Internationale (ACI) connecte des clubs dans 49 pays et sert de plateforme centrale pour la coordination, la préservation historique et l’échange de ressources.
Les passionnés ont accès à des catalogues de pièces détachées numériques, des manuels d’atelier et même des pièces reproduites via des fournisseurs en ligne spécialisés et des sites d’archives. L’esprit communautaire autour du 5HP est fort, animé par la passion, la nostalgie et un profond respect pour l’une des voitures qui ont démocratisé la mobilité. Une excellente source (en allemand) est https://www.citroen-5hp.org, qui regorge d’informations.
Un siècle plus tard, ce petit joyau continue d’enchanter. Il nous rappelle que l’innovation n’a pas toujours besoin d’être bruyante – parfois, elle est peinte en vert printanier, roule sur une route pavée et apporte la liberté à une génération.
L’héritage moderne d’un esprit révolutionnaire : la Citroën ë-C3
Tout comme la Citroën 5HP a autrefois démocratisé la mobilité dans la France d’après-guerre, la nouvelle Citroën ë-C3 porte cet héritage dans l’ère électrique. En tant que l’un des véhicules électriques les plus abordables sur le marché, elle reflète la mission du 5HP de rendre le transport personnel accessible à un public plus large, en particulier aux primo-accédants et aux navetteurs urbains, et mérite ses distinctions grâce à son positionnement dans le segment à bas prix, pour lequel le 5HP était célèbre.
Techniquement, elle reste fidèle aux valeurs fondamentales du 5HP : dimensions compactes, coûts d’exploitation faibles, facilité d’utilisation et un design joyeux et distinctif – cette fois électrifié et prêt pour l’avenir. Elle perpétue également le génie marketing d’André Citroën en s’adressant à des acheteurs soucieux de leur style de vie à travers des couleurs vives, une technologie axée sur le confort et des messages inclusifs.
Avec sa production localisée, sa portée internationale et son accent sur l’électrification de masse, l’ë-C3 n’est pas seulement une voiture – c’est une déclaration, reflétant le rôle du 5HP dans la création d’une nouvelle ère de mobilité quotidienne. En esprit et en objectif, elle est le successeur logique et actuellement disponible de l’innovation la plus discrètement radicale de Citroën.
Plus d’informations : https://www.citroen.fr/vehicules/nouvelle-e-c3.html
