Citroën-Magazin: Reisebegleiter aus 90 Jahren

 Citroën  Kommentare deaktiviert für Citroën-Magazin: Reisebegleiter aus 90 Jahren
Okt 202010
 

Mit seinem Angebot im Gewinnspiel „Was ist Ihnen der neue C3 wert?“ trumpfte Gewinner und Clubmitglied Markus Riker auf und sammelte genug Sympathiepunkte für drei Monate Fahrfreude im CITROËN C3. Er bot an, ausgewählten Senioren im neuen C3 und mit Unterstützung erfahrener CITROËN Veteranen wie dem AMI 8, der göttlichen DS, einer Langversion des CX und nicht zuletzt einer “Ente” die Bergwelt und goldenen Löwenzahnwiesen des Ostallgäu zu zeigen. Begleiten Sie den Ausflug der begeisterten Senioren an einem wunderschönen Tag, auf sonnenbeschienenen Straßen und in ihrer außergewöhnlichen Karawane.

Mehr dazu findet sich im Citroën-Magazin Online bzw. im direkten Deep-Link hier.

WDR-Retrospektive: “So war’s – 55 Jahre Citroën DS”

 Citroën  Kommentare deaktiviert für WDR-Retrospektive: “So war’s – 55 Jahre Citroën DS”
Okt 052010
 

DS 1955 Paris Motor Show

Wie über den ACI-D-Twitter-Channel angekündigt, war am 2. Oktober 2010 das bald anstehende Jubiläum des Citroën DS das Thema der Retrospektiv-Reihe “So war’s” des WDR Fernsehens.

Am heutigen 5. Oktober jährt sich zum 55. Mal die Präsentation der “Göttin”, Grund genug, in der “Aktuellen Stunde” einen besonderen Beitrag im Regionalprogramm zu zeigen.

Der WDR-Dreh fand am ziemlich trübsten Tag des ganzen Septembers statt, die Wolken hingen tief. Ein fein nieselnder Sprühregen überzog das Land, und der novembrige Nebel wollte sich kaum lichten. Doch keiner liess sich davon beeindrucken: die gute Laune beim WDR-Team und natürlich der Anblick und die Fahrt mit den beiden schwarzen Protagonisten, einer originalen, in Deutschland verkauften und damit besonders raren 1958 ID 19 und der französischen 1970 DS 20 “Prefecture” ließ nicht lange auf sich warten.

Der Düsseldorfer Süden bot neben dem “Mekka” der Werkstatt von Dirk Sassen (www.ds-sassen.de) natürlich noch die Rheinnähe und die Auenufer der Urdenbacher Kämpe, und damit einen schönen optischen Hintergrund, die Fahrzeuge in Szene zu setzen. Zum Teil fand der Dreh auch in Neuss statt und rundete damit ein schönes Bild ab, garniert mit Schnipseln aus historischen Film-Archiven. Wir haben es genossen – und hoffentlich die Zuschauer im WDR ebenfalls!

Hier das Transkript der Sendung – (C) beim WDR Landesstudio Düsseldorf:

WDR-Retrospektive: So war's

“…Im Pariser Autosalon wird 1955 der Citroën DS vorgestellt, für Autofans gilt die Schau als Geburtsstunde einer Göttin. Das Fahrzeug ist eine Revolution in Form, technischem Anspruch und Fahrkomfort. In der DS schweben Staatsoberhäupter, Fantomas und Bandscheibengeschädigte. Sie gewinnt sogar die Rallye Monte Carlo.

Für Citroën-Papst Dirk Sassen gibt es kein anderes Auto. Er hat sich und seine Werkstatt in den Dienst der Göttin gestellt. Manches Exemplar, das seinen Hof verlässt, ist dann auch besser als werksneu.

Sie ist elegant, sie ist futuristisch, sie ist geschmeidig. Kein anderes französisches Auto verkörpert damals diese Eigenschaften stärker als die DS von Citroën. Die letzte DS wird 1975 produziert. Doch in einem Düsseldorfer Hinterhof lebt sie weiter. Dort betreibt Dirk Sassen eine Werkstatt die sich ausschließlich mit diesem Auto beschäftigt. “Das Auto war eine absolute Sensation”, erzählt der Düsseldorfer DS-Liebhaber. “Wenn man sich anschaut, was damals sonst noch so auf den Straßen herumfuhr … und dann dieses Fahrzeug: Hydropneumatisch gefedert und halbautomatisch zu schalten. Die Leute haben einen Technikschock bekommen, die wussten gar nicht, was sie gekauft haben. Das war 1955 noch gar nicht möglich, das kam erst nach und nach.”

12.000 Bestellungen allein am ersten Tag

Bei ihrer Premiere auf dem Pariser Automobilsalon 1955 ist der Erfolg einzigartig. 12.000 Bestellungen – allein am ersten Tag – für ein Auto, von dem vorher nur wenige Geheimnisse bekannt waren. Von dem aber viele ahnten: Da kommt etwas ganz Besonderes.

Ein Auto zum Repräsentieren – wie der von Stephan Joest. Sein DS war früher einmal Bürgermeisterwagen in der französischen Provinz, wo er ihn vor 14 Jahren selber abgeholt hat. “Ich fühle mich wie auf einer ständigen Urlaubsreise. Ab und an stelle ich das Radio an und höre RTL France – und dann fahre ich im Geiste schon bald durch die französischen Landschaften.” Ein Wagen zum träumen. Da wird das verregnete Rheinland beinahe zur Französischen Riviera, findet Stephan Joest. “Ich genieße das Leben. Mit diesem Auto wird der Alltag in wenigen Momenten deutlich entspannter.”

Automobil der Zukunft

DS 1962 Paris Salon d'Automobile: La Fusée

Damals war das Auto eine Revolution. Das Design erinnerte an ein Raumschiff. Das ganze Auto scheint geradewegs vom Himmel gefallen zu sein. Mit der DS ist der Automobilbau in der Zukunft angekommen.

Trotz aller Avantgarde sollte die DS vor allem eines sein, erklärt Dirk Sassen. “Eine Limousine, mit der komfortabel die ganze Familie transportiert werden kann, mit einer sehr guten Aerodynamik für die französischen und europäischen Straßen, mit einem Fahrkomfort, der immer noch seine Stärken aufweist.”

Kapriziöse Technik

Allerdings nur, wenn der Wagen gut läuft. Wenn die oft kapriziöse Technik der DS Zicken macht, hilft nur die Spezialwerkstatt. So ist Dirk Sassens größter Schatz auch sein Ersatzteillager. Nur so kann er die alten Schätzchen auch kurzfristig reparieren oder sogar wie neu restaurieren, sagt er. “Dieses Fahrzeug ist gerade aus Frankreich gekommen. In Frankreich war es wohl nicht möglich, die originalen Rückleuchten zu bekommen. Die haben wir nachgefertigt. Das heißt, die sind nagelneu. Und so werden wir sie originalgetreu restaurieren.”

Verwitterte Originalpatina – die Liebe des Sammlers

Ob neu oder alt – es gibt zwei Herzen in der Brust von Dirk Sassen. Privat überwiegt die Liebe des Sammlers, dem die Geschichte der alten DS am Herzen liegt. “Das ist das konträre: Einerseits liebe ich die verwitterte Originalpatina. Auf der andern Seite steht ein Wagen, der einem Neuwagen in keinster Weise nachsteht. Ein DS für die nächsten Jahrzehnte – das ist das Ziel. Ich wollte mein Leben lang DS fahren und das kann ich nur verwirklichen, wenn man ein Fahrzeug erhält.”

So bleibt die DS auch heute, 55 Jahre nach ihre Einführung, immer noch das, was sie immer schon war: Ein Auto gebaut für die Zukunft…”

Die 5-minütige Reportage ist aktuell bei YouTube zu finden:

zwei weitere Teile einer Rückblende des WDR aus dem Jahr 1990 gibt es hier:

Teil 1:

Teil 2:

Update: es gibt beim WDR auch im “Zeitzeichen” und “Stichtag” zum Jubiläum eine Reportage – Text und Podcast: hier clicken!

Viel Spass!

Ausstellung Schwerte 7.-9. Mai 2010: Hommage an “Schmidtkult”

 Amicale  Kommentare deaktiviert für Ausstellung Schwerte 7.-9. Mai 2010: Hommage an “Schmidtkult”
Apr 252010
 

Eine Hommage an Michael Schmidtkult in Form zweier Bücher und einer Ausstellung in Schwerte vom 07.-09. Mai 2010

Zur traurigen Erklärung: 2007 starb Michael Schmidt. Er selbst nannte sich und das was er schuf »Schmidtkult«. Knapp drei Jahre später erscheinen ihm zu Ehren nun zwei Bildbände: »Schmidtkult« und »Schmidtkult-Chapron«.

Eine fünfköpfige Kerngruppe aus seinem Familien- und Freundeskreis war nicht untätig und hat in kompletter Eigenregie diese beiden Titel produziert und drucken lassen. »Autokunst« würde manch einer vermutlich gerne voreilig das nennen, was Michael Schmidtkult geschaffen hat. Zugegeben: »Das Aufgreifen, Interpretieren, Arrangieren und Umwandeln ästhetisch-stilistischer Komponenten klassischer Fahrzeugteile« passt ja ausgeschrieben kaum in eine Zeile hinein.

Dennoch kommt diese Beschreibung der Arbeitsauffassung Michael Schmidtkults schon etwas näher. Doch kann sich der werte Leser selbst ein Bild machen: auf 192 Seiten des Buches ist eine Auswahl von erstaunlichen Objekten aus den Jahren 1987-2007 zu sehen. Genaugenommen sind es 72 Arbeiten, die abgebildet sind (wer ganz genau hinsieht, entdeckt womöglich noch weitere). Dem aus Schwerte in Westfalen stammenden »Metallurgisten« (wie der französische Übersetzer im Buch seine Tätigkeit benennt) war seinerzeit eine größere Aufmerksamkeit der Kunst – und Designwelt nicht vergönnt. Michael Schmidtkult konnte zwar von den Erträgen seiner künstlerischen Arbeit leben.

Zahlreiche Objekte haben, aus seinen Werkstätten kommend, im In- und Ausland neue stolze Besitzer gefunden. Auftritte, Dokumentationen in Radio und TV, Berichte in Tageszeitungen und Magazinen über ihn, all das erhöhte sicherlich seinen regionalen und überregionalen Bekanntheitsgrad. Nichtsdestotrotz war er zuweilen mit dem Absatz seiner Objekte unzufrieden. Zur besseren Vermarktung seiner Werke sollte ein schicker, als Werbemittel einzusetzender Katalog her. Bereits mit den Planungen zu diesem Katalog befasst (und auch mitten im Umbau einer Citroën DS Limousine zu einer eigenen Version des Chapron »Le Dandy« Coupés), stirbt Michael Schmidtkult im Juni 2007 plötzlich während einer Urlaubsreise in Portugal. Freunde, Bekannte, Verwandte sind von der Nachricht schockiert.

Die schon erwähnte Fünfergruppe berät und beschließt, das begonnene Katalogprojekt weiterzuführen, zu einer »Schmidtkult«-Künstlermonografie zu erweitern und zu veröffentlichen. Es folgen Aufrufe an Besitzer von Schmidtkult-Objekten, sich am Buch zu beteiligen, sich textlich zu äußern oder Bildmaterial zu senden. Schließlich kommentieren im Buch nun dreißig Personen zwischen Schweden, Schweiz und Schwerte in wunderbar unterschiedlicher Weise in Wort und Bild die Kunst und die Persönlichkeit von Michael Schmidtkult. Einige haben ihre Botschaft und ein Portraitbild per Email geschickt, die meisten Personen wurden aber vom »Buchteam« besucht und vor Ort zusammen mit ihrem Schmidtkult-Objekt fotografiert. Eine höhere vierstellige Zahl von insgesamt zur Verfügung stehenden Fotos wurde auf ihre inhaltliche und technische Druckfähigkeit hin untersucht, aufgespürt, sortiert, archiviert, bearbeitet.

Wo die Möglichkeit bestand, Schmidtkult-Objekte ganz neu zu fotografieren, wurde auch dieses getan. Die hauptsächlich aus dem persönlichen Fotoarchiv von Michael Schmidtkult stammenden Aufnahmen waren eine Mischung aus zum Teil beschädigten Groß-, Mittel-, Kleinbildformatdias, verblichenen Schwarzweiß- und Colorpapierabzügen und Digitalfotos in unterschiedlichen Versionen und Qualitäten. Die Arbeit mit diesem »Ausgangsmaterial« erinnert den Autor der einleitenden Worte im Buch an Michael Schmidtkults eigene Arbeitweise: Dinge entdecken, analysieren, behutsam verändern, in eine neue Ordnung bringen.

Im Buch tauchen zwischen den Abbildungen der Objekte und den kommentierenden Personen auch immer wieder großartige Portraits von Michael Schmidtkult selbst auf, der sich auf Fotos häufig gern selbst in Szene gesetzt hat (sehr zur Freude des Betrachters). Diesen Bildern sind Zitate aus Interviews von Michael Schmidtkult zugeordnet, in denen er seine gestalterische Arbeit oder damit zusammenhängende Situationen beschreibt. Dem Leser wird es nicht entgehen, dass alle Texte auch ins Französische übersetzt sind. Michael Schmidtkult hat sich nach einer Phase, in der er sich überwiegend amerikanischen und englischen Fahrzeugmodellen gewidmet hat, in den letzten Jahren beinahe ausschließlich mit französischen Klassikern aus dem Hause Citroën befasst (und sich bei diesen auf Teile von der »DS« konzentriert).

So ist auch auf einer seiner Werbepostkarten der Begriff »Artiste Citroën« zu lesen. Ihm hätte es sicherlich gut gefallen, dass seine Worte, Worte über ihn und Abbildungen seiner Werke auch in Frankreich und in »ihrer« schönen Sprache erscheinen. Zudem gibt es auch in der französischen Übersetzung im direkten Vergleich tolle Dinge zu entdecken (herrlich unnützes Wissen). Wer weiß zum Beispiel schon, dass das französische Wort für UFO »OVNI« heißt? Bei der weiteren Durchsicht des Archivmaterials von Michael Schmidtkult stellte sich heraus, dass es zu einem seiner Projekte besonders viele Aufzeichnungen und Fotos gab.

Zum Beispiel in einer von Michael Schmidtkult zusammengestellten Mappe mit eingeklebten Skizzen, Materiallisten, Stundenangaben, Stoff- und Farbproben, etc. 1997 baute Michael Schmidtkult eigenhändig in einer 2202 Stunden währenden Prozedur in seiner winzigen Werkstatt in Schwerte-Villigst eine Citroën DS Limousine zu einem Henri Chapron »Le Caddy« Cabriolet um. Schnell war in der Buchredaktion die Entscheidung getroffen worden, über diesen genialen Umbau einen eigenen »kleinen« Bildband herauszubringen. Im »Schmidtkult«-Buch hätte die »Le Caddy«-Dokumentation entweder zuwenig Raum bekommen oder hätte im Vergleich zu den anderen Objekten zuviel Raum eingenommen. Auch in diesem Buch gibt es (selbstverständlich auch französisch übersetzte) erläuternde Worte zur Geschichte und Machart, sowie ein Vorwort des gleichzeitig ersten und jetzigen Besitzers des Cabriolets.

Im »Schmidtkult-Chapron«-Buch gab es im Vergleich zum »Schmidtkult«-Buch nur einige hundert Bilder auf Form und Format zu trimmen und in das ans »große« Buch angelehnte selbst entwickelte Layout einzupflegen. Beide Bücher haben das gleiche Format (24 x 24cm), das »Chapron«-Buch kommt mit 48 Seiten, das andere mit den schon erwähnten 192 Seiten daher. Es erscheint eine kleine Auflage von jeweils 1000 Stück. Gedruckt wurden die Bücher in einer Druckerei in Hamm. Um eine Bestellmöglichkeit der Bücher über ISBN-Nummern im Buchhandel zu gewährleisten, wurde kurzerhand ein eigener kleiner Verlag gegründet (Verlag Edition Amicale, Schwerte), der sich um den weiteren Vertrieb der Bücher kümmert. Nach der Ausstellung ist natürlich auch eine Buchbestellung über die Homepage «www.schmidtkult.de« möglich. Fast unnötig zu sagen, dass die Kosten für die Buchherstellung komplett aus eigenen, privaten Mitteln vorfinanziert wurden.

Um nun der Buchveröffentlichung und dem Verkaufsstart einen angemessenen Rahmen zu geben, werden dafür die Galerie-Räumlichkeiten der »Zwischenraum-Ateliers« am Schwerter Marktplatz für ein Wochenende im Mai gemietet. Vom 07. bis zum 09.Mai 2010 gibt es die beiden Schmidtkult-Bücher dort erstmalig zu kaufen. Begleitet wird die Buchpräsentation von einer Ausstellung verbliebener und ausgeliehener Schmidtkult-Objekte.

Etwa zwanzig größere Original-Objekte werden dort zu sehen sein, dazu noch Kleinobjekte, Materialproben, etc. in Schaukästen. Werkstattfotos, Farbproofs und Druckbögen aus dem Buchherstellungsprozess dokumentieren zusätzlich wie und wo die Objekte von Michael Schmidtkult und das Buch selbst hergestellt wurden. Selbstverständlich gibt es auch französische Live-Musik dazu von befreundeten Musikern, die alte und neue Chansons präsentieren werden.

»Zwei Bücher Schmidtkult« also, eine Hommage an Michael Schmidtkult in Form zweier Bücher und einer Ausstellung. (Text: Bodo Brauer)

Hier die Bücher:

“Schmidtkult”
Kunst und Designobjekte von Michael Schmidtkult
(D/F 2010), Bildband, 192 Seiten, 24x24cm
ISBN 978-3-00-030413-2

“Schmidtkult-Chapron”
Eine automobile Hommage
(D/F 2010), Bildband, 48 Seiten, 24x24cm
ISBN 978-3-00-030414-9

Die Ausstellung:

Zwischenraum Ateliers
Kötterbachstrasse 5, Eingang Marktplatz
D-58239 Schwerte
www.zwischenraum-ateliers.de