Citrobag – Mode für DS3 und Citroën DS Ambulance

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Feb 072011
 

(english below) Für Fans und Freunde des Citroën DS3 kommt aus den Niederlanden die passende Tasche: Der “Citrobag” bietet ein modisches Accessoire und sieht obendrein recht schick aus. Passende Taschen gibt es übrigens auch für Citroën 2CV, DS und andere Modelle – zumeist werden diese aus originalen Stoffresten gefertigt und wirken damit so passend zum Fahrzeug wie ein Kissen zum Sofa – sicherlich ein Hingucker in der Citroën-Szene.

Citrobag.nl liefert auch für die historischen Fahrzeuge passende Accessoires: die berühmte “drapeau ambulance”, die Ambulanzflagge, die auf den im Einsatz bewegten Citroen DS Ambulanz in den Jahren 1960 bis 1985 geflaggt wurde, ist in Reproduktion wieder verfügbar. Somit können auch im Ruhestand befindliche Citroën-Ambulanzen wieder mit dem von Boudewijn van den Bogaert (dengaert@msn.com) dem Original nachempfundenen zeitgenössischen Zubehör (erhältlich in drei verschiedenen Ausführungen, auch “croix rouge” und croix bleu”) nachgerüstet werden… und das zu einem recht passablen Preis von ca. 15,- Euro!

Wem der passende Flaggenhalter noch fehlt, kontaktiere bitte Ysogo Vlamnings via ysogovlamings@hotmail.com.

Vive l´ambulance Déesse!

citro-amicalement
Victor Benschop
Coordinateur des ambulances ID/DS , DS-Club NL (3000 Mitglieder, 10 Ambulances)

Hier noch ein zeitgenössischer Filmschnipsel mit Louis de Funes:

(Tip von ACI-NL Hans Kloos, vielen Dank!)
—–

english text:

For fans and friends of the new Citroën DS3, a Dutch producer has created a decent accessory: the “Citrobag” is a well-designed bag to be used for those who like to show off their passion for the French cars also when not driving one of those. Not only for DS3, but also for owners of 2CV, DS and other models from earlier decades there is a suitable and also contemporary-styled range of bags available as old tissues and decade-old seat material have been used for the production. Thus, you could hide your new laptop in style when eg. traveling to meetings and other events.

For owners of the Citroën DS Ambulance, Citrobag.nl also has created another reproduction: the famous “drapeau ambulance”, the flag which was mounted on top of emergency ambulances between 1960 to 1985 has been reproduced. In case this contemporary accessory got lost or is missing, that’ss your chance to complete your car (design: Boudewijn van den Bogaert, dengaert @msn.com) and the price is quite reasonable: ca. 15,- Euro!

The flagpole – in case this is missing, too – can be ordered from Ysogo Vlamnings via email to ysogovlamings@hotmail.com.

Vive l´ambulance Déesse!

citro-amicalement
Victor Benschop
Coordinateur des ambulances ID/DS , DS-Club NL (3000 members, 10 Ambulances)

Have fun watching Louis de Funes driving one of the famous DS Ambulances above.

(Tip from ACI-NL Hans Kloos, thanks!)

Weihnachten kommt: Modellauto-Kleinserien von STHUBERT92

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Nov 262010
 

(english text below) Wer bislang für sich oder andere noch kein passendes Weihnachtsgeschenk gefunden hat, wird vielleicht hier noch kurzfristig fündig – hier mein Tip des Tages:

In Kleinserie werden bei “Société Saint Hubert 92” seit nunmehr vier Jahrzehnten besondere Umbauten von Modellautos gefertigt: “La haute couture de la miniature”. Diese werden zumeist auf Basis von JRD, C.I.J, Automictoys, D.T.F, Norev, Dinky und anderen bekannten Herstellern realisiert.

Zumeist im Maßstab 1:43, in letzter Zeit auch vermehrt 1:18, werden sauber in Resine gefertigte und wirklich ansehnliche Pretiosen für den leidenschaftlichen Sammler französischer Fahrzeuge angeboten.

Neueste Modelle sind z.B. Citroën SM Présidentielle und SM Opéra in 1:18, Coffret Citroën Traction Avant cabriolet rallye (Limitiert 50 Ex.), Rosalie des records, Citroën 2cv fourgonnette Pastis 51 / Byrrh / Calor / Philips / …, Kleinserien von nur 20 Exemplaren von Citroën DS Ambulance militaire, Citroën DS 19 Air France, Panhard Nestlé, Citroën HY a Chenilles, … und in geradezu homöopathischer Dosierung von nur 5 Exemplaren findet sich u.a. ein Citroën CX Decouvrable.

Eine erstaunliche Vielfalt von Modellen auch anderer französischer Marken wie Renault, Peugeot, Simca etc. ist mittlererweile entstanden, die im Online-Shop auf http://sthubert92.com/ bzw. im ebay-Shop erworben werden können.

Hier noch der Link zur Citroën-Vitrine und Photoalbum.

Viel Spass!

///Stephan.

For those of you who have not yet found a nice Christmas gift for either yourself or a friend, a place I recommend to check out is the miniature production of “St Hubert 92”.

Located at the Paris suburbs, this manufacturer of “La haute couture de la miniature” has focused on an interesting niche: creating a stunning variety of miniatures and model cars from eg. advertisements, local shops, famous French brands or other typical daily environments from the recent decades.

The models are mainly built in 1:43 but recently St.Hubert has started to offer also 1:18 versions. The modifications are realized in resin, and are based on JRD, CIJ, Norev, Dinky or other toy manufacturers.

We discovered eg. Citroën SM Présidentielle and SM Opéra in 1:18, Coffret Citroën Traction Cabriolet Rallye (Limited edition 50 pcs.), Rosalie des records, Citroen 2cv fourgonnette Pastis 51 / Byrrh / Calor / Philips / …

Limited Series of 20 miniatures of eg. Citroen DS Ambulance militaire, Citroën DS 19 Air France, Panhard Nestlé, Citroën HY a Chenilles, … and a very rare 5 cars production of eg. Citroën CX Decouvrable.

A stunning variety of 100s of transformations of Citroën and also other brands like Renault, Peugeot, Simca etc. has been realized.

Here’s the website resp. their Online Shop: http://sthubert92.com/ resp. check out their ebay Store .

Enjoy!

///S. Joest.

Das Journal für Citroën-Designer: “Flaminio Bertoni”

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Nov 182010
 

Ein jeder Citroën-Fan kennt 2CV, HY, Traction Avant, DS und andere berühmte Modelle der Marke. Wenige wissen, daß dahinter das Kreativ-Genie, Skulpteur und Designer Flaminio Bertoni steckt, der maßgeblich der Marke Citroën zu einem im wahrsten Sinne des Wortes profilierten Ansehen im Automobilbau verholfen hat.

Was aber die allerwenigsten wissen: es gibt ein italienisch-französisches Journal namens “Flaminio Bertoni”, herausgegeben durch die in der norditalienischen Provinzhauptstadt Varese ansässigen “Associazione Internazionale Flaminio Bertoni”. Drei Mal pro Jahr beschäftigt sich die in einer Auflage von 1300 Exemplaren aufwendig produzierte Zeitschrift um Neues aus Leben und Werk eines der formentechnisch talentiertesten Designers des letzten Jahrhunderts. Herausgeber ist Gianni Perotti, der durch Flamino Bertonis noch lebenden Sohn Leonardo als Hauptredakteur maßgeblich unterstützt wird.

Nicht zuletzt Leonardo Bertoni ist es zu verdanken, daß in seiner Heimatstadt das Andenken an seinen berühmten Vater endlich eine Anerkennung gefunden hat: Es gibt dort ein viel beachtetes Museum zu besichtigen. Ein Zwischenstopp ist sicherlich ein Muss für jeden, der sich für Citroën-Design-Geschichte interessiert und untwerwegs in/nach Italien ist… Und Varese als Stadt ist touristisch ebenso attraktiv.

Die aktuelle Ausgabe (September-Dezember 2010) beinhaltet unter anderem unveröffentlichte Erinnerungen von Robert Opron, einen Blick auf die neuen Exponate im Bertoni-Museum in Varese; Walter Brugnotti schreibt über die Bertoni-Ausstellung am Lago d’Iseo.

Spannend lesen sich die Details eines Bertoni-Entwufs für einen Schwingsessel aus einem einzigen Rohrrahmen, anläßlich des Arflex-Designwettbewerbs 1960 (wer wusste, daß Bertoni sich auch an Möbeldesign ausprobierte?). Arflex (www.arflex.it), gegründet nach dem zweiten Weltkrieg und unter Federführung von Marco Zanuso zu großem Ansehen gebracht, ist noch heute eine der treibenden Kräfte der italienischen Avantgarde im Möbeldesign. Die arflex-Modelle aus jener Zeit sind heute noch immer formal topaktuell im Design (engl Infos: livingspace.com. Interessant, wie sich auch hier der Kreis schließt: die von Pirelli-Managern gegründete Marke verwendete in den Anfangsjahren Schaumgummi und elastisches Gewebe, das von der Firma Pirelli entwickelt wurde, als Hauptbestandteile der Möbelproduktion und wurden daraufhin die bestimmenden Materialien auch für andere Hersteller – und nicht nur im Automobilbau…!

Ein Fahrbericht über 450km in einem Traction Avant 11B, ein Special zur Citroen-Werbung in den Bertoni-Jahren und heute (“Anti-Retro”), der Bericht aus Thenay vom 40 Jahre GS/SM Jubiläum und weitere Veranstaltungshinweise und Buchbesprechungen runden die 32 Seiten ab. Die kommende Ausgabe wird weitere Details der Arbeiten von Henri Dargent kolportieren, dem Mann, dessen erste Aufgabe das Design des Ami massgeblich übertragen wurde:

Wer an sorgfältig aufbereiteten Details zur Historie von Bertoni interessiert ist, sollte sich ein Abonnement leisten. Das Jahresabo kostet 40 Euro (ein Förderbeitrag kann auch in Höhe von 90 Euro geleistet werden). Hier die Bankdaten:

Associazione Internazionale Flaminio Bertoni
Banque Popolare di Sondrio
5 place Monte Grappa
Varese, Italia

IBAN:
IT 78 A056 9610 8000 0000 9009 X48
BIC:
POSOIT22

Über die Associazione können übrigens auch schöne Reproduktionen der Skizzen von Flaminio Bertoni bezogen werden, Kontakt hier am besten über
Die Postadresse für Redaktion:

Associazione Internazionale Flaminio Bertoni
Via Valverde 2
21100 Varese
ITALIA

email: info@flaminiobertoni.it

Citroën-Magazin: Reisebegleiter aus 90 Jahren

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Okt 202010
 

Mit seinem Angebot im Gewinnspiel „Was ist Ihnen der neue C3 wert?“ trumpfte Gewinner und Clubmitglied Markus Riker auf und sammelte genug Sympathiepunkte für drei Monate Fahrfreude im CITROËN C3. Er bot an, ausgewählten Senioren im neuen C3 und mit Unterstützung erfahrener CITROËN Veteranen wie dem AMI 8, der göttlichen DS, einer Langversion des CX und nicht zuletzt einer “Ente” die Bergwelt und goldenen Löwenzahnwiesen des Ostallgäu zu zeigen. Begleiten Sie den Ausflug der begeisterten Senioren an einem wunderschönen Tag, auf sonnenbeschienenen Straßen und in ihrer außergewöhnlichen Karawane.

Mehr dazu findet sich im Citroën-Magazin Online bzw. im direkten Deep-Link hier.

WDR-Retrospektive: “So war’s – 55 Jahre Citroën DS”

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Okt 052010
 

DS 1955 Paris Motor Show

Wie über den ACI-D-Twitter-Channel angekündigt, war am 2. Oktober 2010 das bald anstehende Jubiläum des Citroën DS das Thema der Retrospektiv-Reihe “So war’s” des WDR Fernsehens.

Am heutigen 5. Oktober jährt sich zum 55. Mal die Präsentation der “Göttin”, Grund genug, in der “Aktuellen Stunde” einen besonderen Beitrag im Regionalprogramm zu zeigen.

Der WDR-Dreh fand am ziemlich trübsten Tag des ganzen Septembers statt, die Wolken hingen tief. Ein fein nieselnder Sprühregen überzog das Land, und der novembrige Nebel wollte sich kaum lichten. Doch keiner liess sich davon beeindrucken: die gute Laune beim WDR-Team und natürlich der Anblick und die Fahrt mit den beiden schwarzen Protagonisten, einer originalen, in Deutschland verkauften und damit besonders raren 1958 ID 19 und der französischen 1970 DS 20 “Prefecture” ließ nicht lange auf sich warten.

Der Düsseldorfer Süden bot neben dem “Mekka” der Werkstatt von Dirk Sassen (www.ds-sassen.de) natürlich noch die Rheinnähe und die Auenufer der Urdenbacher Kämpe, und damit einen schönen optischen Hintergrund, die Fahrzeuge in Szene zu setzen. Zum Teil fand der Dreh auch in Neuss statt und rundete damit ein schönes Bild ab, garniert mit Schnipseln aus historischen Film-Archiven. Wir haben es genossen – und hoffentlich die Zuschauer im WDR ebenfalls!

Hier das Transkript der Sendung – (C) beim WDR Landesstudio Düsseldorf:

WDR-Retrospektive: So war's

“…Im Pariser Autosalon wird 1955 der Citroën DS vorgestellt, für Autofans gilt die Schau als Geburtsstunde einer Göttin. Das Fahrzeug ist eine Revolution in Form, technischem Anspruch und Fahrkomfort. In der DS schweben Staatsoberhäupter, Fantomas und Bandscheibengeschädigte. Sie gewinnt sogar die Rallye Monte Carlo.

Für Citroën-Papst Dirk Sassen gibt es kein anderes Auto. Er hat sich und seine Werkstatt in den Dienst der Göttin gestellt. Manches Exemplar, das seinen Hof verlässt, ist dann auch besser als werksneu.

Sie ist elegant, sie ist futuristisch, sie ist geschmeidig. Kein anderes französisches Auto verkörpert damals diese Eigenschaften stärker als die DS von Citroën. Die letzte DS wird 1975 produziert. Doch in einem Düsseldorfer Hinterhof lebt sie weiter. Dort betreibt Dirk Sassen eine Werkstatt die sich ausschließlich mit diesem Auto beschäftigt. “Das Auto war eine absolute Sensation”, erzählt der Düsseldorfer DS-Liebhaber. “Wenn man sich anschaut, was damals sonst noch so auf den Straßen herumfuhr … und dann dieses Fahrzeug: Hydropneumatisch gefedert und halbautomatisch zu schalten. Die Leute haben einen Technikschock bekommen, die wussten gar nicht, was sie gekauft haben. Das war 1955 noch gar nicht möglich, das kam erst nach und nach.”

12.000 Bestellungen allein am ersten Tag

Bei ihrer Premiere auf dem Pariser Automobilsalon 1955 ist der Erfolg einzigartig. 12.000 Bestellungen – allein am ersten Tag – für ein Auto, von dem vorher nur wenige Geheimnisse bekannt waren. Von dem aber viele ahnten: Da kommt etwas ganz Besonderes.

Ein Auto zum Repräsentieren – wie der von Stephan Joest. Sein DS war früher einmal Bürgermeisterwagen in der französischen Provinz, wo er ihn vor 14 Jahren selber abgeholt hat. “Ich fühle mich wie auf einer ständigen Urlaubsreise. Ab und an stelle ich das Radio an und höre RTL France – und dann fahre ich im Geiste schon bald durch die französischen Landschaften.” Ein Wagen zum träumen. Da wird das verregnete Rheinland beinahe zur Französischen Riviera, findet Stephan Joest. “Ich genieße das Leben. Mit diesem Auto wird der Alltag in wenigen Momenten deutlich entspannter.”

Automobil der Zukunft

DS 1962 Paris Salon d'Automobile: La Fusée

Damals war das Auto eine Revolution. Das Design erinnerte an ein Raumschiff. Das ganze Auto scheint geradewegs vom Himmel gefallen zu sein. Mit der DS ist der Automobilbau in der Zukunft angekommen.

Trotz aller Avantgarde sollte die DS vor allem eines sein, erklärt Dirk Sassen. “Eine Limousine, mit der komfortabel die ganze Familie transportiert werden kann, mit einer sehr guten Aerodynamik für die französischen und europäischen Straßen, mit einem Fahrkomfort, der immer noch seine Stärken aufweist.”

Kapriziöse Technik

Allerdings nur, wenn der Wagen gut läuft. Wenn die oft kapriziöse Technik der DS Zicken macht, hilft nur die Spezialwerkstatt. So ist Dirk Sassens größter Schatz auch sein Ersatzteillager. Nur so kann er die alten Schätzchen auch kurzfristig reparieren oder sogar wie neu restaurieren, sagt er. “Dieses Fahrzeug ist gerade aus Frankreich gekommen. In Frankreich war es wohl nicht möglich, die originalen Rückleuchten zu bekommen. Die haben wir nachgefertigt. Das heißt, die sind nagelneu. Und so werden wir sie originalgetreu restaurieren.”

Verwitterte Originalpatina – die Liebe des Sammlers

Ob neu oder alt – es gibt zwei Herzen in der Brust von Dirk Sassen. Privat überwiegt die Liebe des Sammlers, dem die Geschichte der alten DS am Herzen liegt. “Das ist das konträre: Einerseits liebe ich die verwitterte Originalpatina. Auf der andern Seite steht ein Wagen, der einem Neuwagen in keinster Weise nachsteht. Ein DS für die nächsten Jahrzehnte – das ist das Ziel. Ich wollte mein Leben lang DS fahren und das kann ich nur verwirklichen, wenn man ein Fahrzeug erhält.”

So bleibt die DS auch heute, 55 Jahre nach ihre Einführung, immer noch das, was sie immer schon war: Ein Auto gebaut für die Zukunft…”

Die 5-minütige Reportage ist aktuell bei YouTube zu finden:

zwei weitere Teile einer Rückblende des WDR aus dem Jahr 1990 gibt es hier:

Teil 1:

Teil 2:

Update: es gibt beim WDR auch im “Zeitzeichen” und “Stichtag” zum Jubiläum eine Reportage – Text und Podcast: hier clicken!

Viel Spass!

Ausstellung Schwerte 7.-9. Mai 2010: Hommage an “Schmidtkult”

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Apr 252010
 

Eine Hommage an Michael Schmidtkult in Form zweier Bücher und einer Ausstellung in Schwerte vom 07.-09. Mai 2010

Zur traurigen Erklärung: 2007 starb Michael Schmidt. Er selbst nannte sich und das was er schuf »Schmidtkult«. Knapp drei Jahre später erscheinen ihm zu Ehren nun zwei Bildbände: »Schmidtkult« und »Schmidtkult-Chapron«.

Eine fünfköpfige Kerngruppe aus seinem Familien- und Freundeskreis war nicht untätig und hat in kompletter Eigenregie diese beiden Titel produziert und drucken lassen. »Autokunst« würde manch einer vermutlich gerne voreilig das nennen, was Michael Schmidtkult geschaffen hat. Zugegeben: »Das Aufgreifen, Interpretieren, Arrangieren und Umwandeln ästhetisch-stilistischer Komponenten klassischer Fahrzeugteile« passt ja ausgeschrieben kaum in eine Zeile hinein.

Dennoch kommt diese Beschreibung der Arbeitsauffassung Michael Schmidtkults schon etwas näher. Doch kann sich der werte Leser selbst ein Bild machen: auf 192 Seiten des Buches ist eine Auswahl von erstaunlichen Objekten aus den Jahren 1987-2007 zu sehen. Genaugenommen sind es 72 Arbeiten, die abgebildet sind (wer ganz genau hinsieht, entdeckt womöglich noch weitere). Dem aus Schwerte in Westfalen stammenden »Metallurgisten« (wie der französische Übersetzer im Buch seine Tätigkeit benennt) war seinerzeit eine größere Aufmerksamkeit der Kunst – und Designwelt nicht vergönnt. Michael Schmidtkult konnte zwar von den Erträgen seiner künstlerischen Arbeit leben.

Zahlreiche Objekte haben, aus seinen Werkstätten kommend, im In- und Ausland neue stolze Besitzer gefunden. Auftritte, Dokumentationen in Radio und TV, Berichte in Tageszeitungen und Magazinen über ihn, all das erhöhte sicherlich seinen regionalen und überregionalen Bekanntheitsgrad. Nichtsdestotrotz war er zuweilen mit dem Absatz seiner Objekte unzufrieden. Zur besseren Vermarktung seiner Werke sollte ein schicker, als Werbemittel einzusetzender Katalog her. Bereits mit den Planungen zu diesem Katalog befasst (und auch mitten im Umbau einer Citroën DS Limousine zu einer eigenen Version des Chapron »Le Dandy« Coupés), stirbt Michael Schmidtkult im Juni 2007 plötzlich während einer Urlaubsreise in Portugal. Freunde, Bekannte, Verwandte sind von der Nachricht schockiert.

Die schon erwähnte Fünfergruppe berät und beschließt, das begonnene Katalogprojekt weiterzuführen, zu einer »Schmidtkult«-Künstlermonografie zu erweitern und zu veröffentlichen. Es folgen Aufrufe an Besitzer von Schmidtkult-Objekten, sich am Buch zu beteiligen, sich textlich zu äußern oder Bildmaterial zu senden. Schließlich kommentieren im Buch nun dreißig Personen zwischen Schweden, Schweiz und Schwerte in wunderbar unterschiedlicher Weise in Wort und Bild die Kunst und die Persönlichkeit von Michael Schmidtkult. Einige haben ihre Botschaft und ein Portraitbild per Email geschickt, die meisten Personen wurden aber vom »Buchteam« besucht und vor Ort zusammen mit ihrem Schmidtkult-Objekt fotografiert. Eine höhere vierstellige Zahl von insgesamt zur Verfügung stehenden Fotos wurde auf ihre inhaltliche und technische Druckfähigkeit hin untersucht, aufgespürt, sortiert, archiviert, bearbeitet.

Wo die Möglichkeit bestand, Schmidtkult-Objekte ganz neu zu fotografieren, wurde auch dieses getan. Die hauptsächlich aus dem persönlichen Fotoarchiv von Michael Schmidtkult stammenden Aufnahmen waren eine Mischung aus zum Teil beschädigten Groß-, Mittel-, Kleinbildformatdias, verblichenen Schwarzweiß- und Colorpapierabzügen und Digitalfotos in unterschiedlichen Versionen und Qualitäten. Die Arbeit mit diesem »Ausgangsmaterial« erinnert den Autor der einleitenden Worte im Buch an Michael Schmidtkults eigene Arbeitweise: Dinge entdecken, analysieren, behutsam verändern, in eine neue Ordnung bringen.

Im Buch tauchen zwischen den Abbildungen der Objekte und den kommentierenden Personen auch immer wieder großartige Portraits von Michael Schmidtkult selbst auf, der sich auf Fotos häufig gern selbst in Szene gesetzt hat (sehr zur Freude des Betrachters). Diesen Bildern sind Zitate aus Interviews von Michael Schmidtkult zugeordnet, in denen er seine gestalterische Arbeit oder damit zusammenhängende Situationen beschreibt. Dem Leser wird es nicht entgehen, dass alle Texte auch ins Französische übersetzt sind. Michael Schmidtkult hat sich nach einer Phase, in der er sich überwiegend amerikanischen und englischen Fahrzeugmodellen gewidmet hat, in den letzten Jahren beinahe ausschließlich mit französischen Klassikern aus dem Hause Citroën befasst (und sich bei diesen auf Teile von der »DS« konzentriert).

So ist auch auf einer seiner Werbepostkarten der Begriff »Artiste Citroën« zu lesen. Ihm hätte es sicherlich gut gefallen, dass seine Worte, Worte über ihn und Abbildungen seiner Werke auch in Frankreich und in »ihrer« schönen Sprache erscheinen. Zudem gibt es auch in der französischen Übersetzung im direkten Vergleich tolle Dinge zu entdecken (herrlich unnützes Wissen). Wer weiß zum Beispiel schon, dass das französische Wort für UFO »OVNI« heißt? Bei der weiteren Durchsicht des Archivmaterials von Michael Schmidtkult stellte sich heraus, dass es zu einem seiner Projekte besonders viele Aufzeichnungen und Fotos gab.

Zum Beispiel in einer von Michael Schmidtkult zusammengestellten Mappe mit eingeklebten Skizzen, Materiallisten, Stundenangaben, Stoff- und Farbproben, etc. 1997 baute Michael Schmidtkult eigenhändig in einer 2202 Stunden währenden Prozedur in seiner winzigen Werkstatt in Schwerte-Villigst eine Citroën DS Limousine zu einem Henri Chapron »Le Caddy« Cabriolet um. Schnell war in der Buchredaktion die Entscheidung getroffen worden, über diesen genialen Umbau einen eigenen »kleinen« Bildband herauszubringen. Im »Schmidtkult«-Buch hätte die »Le Caddy«-Dokumentation entweder zuwenig Raum bekommen oder hätte im Vergleich zu den anderen Objekten zuviel Raum eingenommen. Auch in diesem Buch gibt es (selbstverständlich auch französisch übersetzte) erläuternde Worte zur Geschichte und Machart, sowie ein Vorwort des gleichzeitig ersten und jetzigen Besitzers des Cabriolets.

Im »Schmidtkult-Chapron«-Buch gab es im Vergleich zum »Schmidtkult«-Buch nur einige hundert Bilder auf Form und Format zu trimmen und in das ans »große« Buch angelehnte selbst entwickelte Layout einzupflegen. Beide Bücher haben das gleiche Format (24 x 24cm), das »Chapron«-Buch kommt mit 48 Seiten, das andere mit den schon erwähnten 192 Seiten daher. Es erscheint eine kleine Auflage von jeweils 1000 Stück. Gedruckt wurden die Bücher in einer Druckerei in Hamm. Um eine Bestellmöglichkeit der Bücher über ISBN-Nummern im Buchhandel zu gewährleisten, wurde kurzerhand ein eigener kleiner Verlag gegründet (Verlag Edition Amicale, Schwerte), der sich um den weiteren Vertrieb der Bücher kümmert. Nach der Ausstellung ist natürlich auch eine Buchbestellung über die Homepage «www.schmidtkult.de« möglich. Fast unnötig zu sagen, dass die Kosten für die Buchherstellung komplett aus eigenen, privaten Mitteln vorfinanziert wurden.

Um nun der Buchveröffentlichung und dem Verkaufsstart einen angemessenen Rahmen zu geben, werden dafür die Galerie-Räumlichkeiten der »Zwischenraum-Ateliers« am Schwerter Marktplatz für ein Wochenende im Mai gemietet. Vom 07. bis zum 09.Mai 2010 gibt es die beiden Schmidtkult-Bücher dort erstmalig zu kaufen. Begleitet wird die Buchpräsentation von einer Ausstellung verbliebener und ausgeliehener Schmidtkult-Objekte.

Etwa zwanzig größere Original-Objekte werden dort zu sehen sein, dazu noch Kleinobjekte, Materialproben, etc. in Schaukästen. Werkstattfotos, Farbproofs und Druckbögen aus dem Buchherstellungsprozess dokumentieren zusätzlich wie und wo die Objekte von Michael Schmidtkult und das Buch selbst hergestellt wurden. Selbstverständlich gibt es auch französische Live-Musik dazu von befreundeten Musikern, die alte und neue Chansons präsentieren werden.

»Zwei Bücher Schmidtkult« also, eine Hommage an Michael Schmidtkult in Form zweier Bücher und einer Ausstellung. (Text: Bodo Brauer)

Hier die Bücher:

“Schmidtkult”
Kunst und Designobjekte von Michael Schmidtkult
(D/F 2010), Bildband, 192 Seiten, 24x24cm
ISBN 978-3-00-030413-2

“Schmidtkult-Chapron”
Eine automobile Hommage
(D/F 2010), Bildband, 48 Seiten, 24x24cm
ISBN 978-3-00-030414-9

Die Ausstellung:

Zwischenraum Ateliers
Kötterbachstrasse 5, Eingang Marktplatz
D-58239 Schwerte
www.zwischenraum-ateliers.de