2CV „Soleil“ – der Traum von Serge Gevin wird Wirklichkeit

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Jul 282015
 

(English below)

Eine Pressemitteilung von Citroën Italia, dt. Übersetzung durch Amicale.

Eine Hommage an die legendäre Ente – eine „sonnige“ Ausführung – 2CV „SOLEIL“

Citroën Italia stand vor einer ganz besonderen Mission – eine bislang nie gebaute Sonderserie zum Leben zu erwecken. Es mutet zunächst paradox an, weil es um nichts weniger geht als die Realisierung eines geheimen Traums für einen großen Künstler, der eine wichtige Rolle in der Geschichte des legendären 2CV gespielt hat.

Es ist ein einzigartiges Modell, wie die Geschichte jedes Kunstwerk einzigartig ist.

Diese Geschichte hat zwei Stars: zum einen Serge Gevin, französischer Künstler, Designer und Grafiker – und der Citroën 2CV. Der kreative Serge Gevin ist für enorm erfolgreiche Citroën-Sonderserien wie die Dyane „Caban“, der Visa „Sextant“, die 2CV „Dolly“, 2CV „Cocoricò“ und 2CV „Charleston“ verantwortlich.

Aber der Künstler hatte nie die Gelegenheit, einen ganz besonderen 2CV zum Leben zu erwecken, ein Modell, und er erzählte uns kürzlich: „Der Wagen muss weiß und gelb sein. Der Karossierie ist weiß und die Kotflügel sind gelb, zusammen mit dem Kofferraum und der Motorhaube. Die Stoßfänger sind weiß, ebenso wie die Scheinwerferrahmen (die rund sein müssen), und die Felgen sind ebenfalls weiß. Da ist ein Symbol für einen Rettungsring auf der Heckklappe, und die Kappe eines Matrosen und Rohre auf den Türen. Wenn man diesen 2CV betrachtet, sollten Sie an den Himmel, das Meer, die Sonne, die Freude am Leben denken.“

Dies wird ein ganz besonderer 2CV, der im Auftrag von Citroën Italia unter der direkten Aufsicht von Gevin geschaffen wird, entstehend wie ein Phoenix aus der Asche eines 2CV Modell Club von 1982.

Wie ein Sonnenstrahl, der über die lange und ruhmreiche Geschichte der kleinen Ente scheint.

In der wunderbaren Umgebung seines heimischen Studios, umgeben von einem Garten im Pariser Vorort „Malakoff“, der sogar i, kalten Februar in ein Grün eingetaucht ist, wird ein Traum Wirklichkeit für einen Mann, dessen Geschichte untrennbar mit der des 2CV verknüpft ist – heute den 2CV zu schaffen, der nie gebaut wurde, und einen Traum lebendig werden zu lassen.

Citroen 2CV „SOLEIL“ SONDERSERIE

Zunächst wurden die Konturen eines 2CV Club aus den frühen 80er Jahren auf Papier skizziert. Es war ein Modelljahr, das Gevin für seine Sonderserie ausgewählt hatte. Im Weiteren folgt die Auswahl der Farben und die Umsetzungen in ersten Zeichnungen und Entwürfen. Der Wagen wirkt wunderschön. Gevin ist ein Genie! Der Künstler selbst hatte nicht nur die Skizzen erstellt, sondern auch die Zeichnungen für die Türen und die Heckklappe.

Der nächste Schritt: die Wahl, welches Modell der Ente für diese einmalige Reproduktion zu wählen sein wird. Mit der Aufgabe wurde das „Atelier 2CV“ in Bareggio, in der Nähe von Mailand betraut. Der Besitzer, Guido Wilhelm, war seit den Kinderjahren viel in 2CVs gereist und kennt das Modell bis ins kleinste Detail. Im Einvernehmen mit Guido wurde beschlossen, nicht einen guten 2CV entsprechend zu ändern, sondern viel eher ein Fahrzeug, das sonst verschrottet würde, zu retten.

Die Karosserie des jüngsten 2CV Typ „Charleston“ wurde auf die Mechanik eines 2CV Clubs von 1982 montiert. Leider hatten Korrosion und Vernachlässigung der Pflege die Ente zu einem Haufen rostigen Metall reduziert, und auch das Chassis wies schwerwiegende Korrosionsprobleme auf. Für die Mechaniker war die Wahl einfach: zerlegen des Fahrzeugs bis auf die letzte Schraube, retten, was nicht Abnutzungserscheinungen unterlag, und neue Ersatzteile für den Rest verwenden, im Idealfall von Citroën selbst.

Alle verrosteten Elemente der Karosserie wurden entfernt bzw. durch Neuteile ersetzt. Die Schweißarbeiten wurden in der gleichen Art durchgeführt werden, wie sie seinerzeit in der Produktion des 2CV in den Fabriken von Levallois verwendet wurden, nämlich durch Punktschweißen, als dieser 2CV vor mehr als dreißig Jahren dort produziert wurde.

Der Motor wurde instandgesetzt, Rahmen und Karosserie wieder aufgebaut, ein Korrosionsschutz aufgetragen, und dann die verschiedenen Teile in den ausgewählten Farben lackiert: Karosserie, Kotflügel, Türen, Kofferraumklappe und Motorhaube. Dann sind die Stoßstangen dran, die Felgen, und der Rahmen selbst. Der 2CV wird langsam fertig! Im Weiteren werden Fenster, Dach, Griffe und Schlösser, die elektrische Anlage, die Instrumententafel, die Polsterung und die Sitze wieder in Stand gesetzt. Schließlich folgen Beleuchtung und Verzierung. Zumk Schluß werden der Motor und die Spur eingestellt. Der 2CV, von Hand gebaut, heute wie damals, ist nun bereit, wieder auf den Straßen Europas zu fahren!

http://citroen.lulop.com/it_IT/post/show/93664/per-la-mitica-2cv-lultimo.html

Presse-Info 2CV Soleil – Serge Gevin

Der 2CV „Soleil“ wird auf dem 21. Internationalen Welttreffen der Freunde des 2CV in Torun erstmals zu sehen sein – mehr Info auf www.2cvpoland2015.pl

CITROËN – KOMMUNIKATION
Via Gallarate 199
20151 Mailand
tel. +39 02.3976.2431
www.citroen.it, www.sitostampa.citroen.com

Wir danken Guido Wilhelm, ACI Delegierter von Italien und zugleich im Vorstand des ACI, für diese Informationen.

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PRESS INFO by Citroën Italia

FOR THE LEGENDARY 2CV, THE LATEST RAY OF… „SOLEIL“

Citroën Italia and its “mission impossible”: to bring to life a never­-before­-seen special series!

It seems paradoxical, but it’s the realization of a secret dream for a great artist who played an important part in the history of the legendary 2CV.

It’s a unique model, just as the story of any work of art is unique.

This story has two stars: Serge Gevin, artist, designer, and French graphic artist, and the Citroën 2CV. The inventive Serge Gevin is responsible for enormously successful Citroën special series such as the Dyane Caban, the Visa Sextant, the 2 CV Dolly, the 2 CV Cocoricò and the 2 CV Charleston.

But the artist never had the opportunity to bring to life one particularly special 2CV, a model he told us about recently: „It has to be white and yellow. The body is white and the fenders are yellow, along with the trunk and the hood. The bumpers must be white, as well as the headlight frames (which must be round), and the wheel rims are white as well. There’s a symbol of a life preserver on the trunk, and a sailor’s cap and a pipe on the doors. When you look at it, you should think of the sky, the sea, the sun, the joy of living.“

A 2CV that Citroën Italia created under Gevin’s direct supervision, working from the „ashes“ of a 2CV Club from 1982.

A ray of… Soleil, shining over the long and glorious history of the little Deuche.

In the amazing surroundings of his personal studio, immersed in a garden that’s green even in chilly February in the Malakoff suburb of Paris, a dream was reborn for a man whose history is indelibly linked to that of the 2CV – to create today a 2CV that was never built, to (re)build a dream.

CITROËN 2CV “SOLEIL” SPECIAL SERIES

First, the contours of a 2CV Club from the early ’80s were sketched out on paper. It was a model that Gevin had chosen for its special series and because of the year. Next followed the colors and the drawings. It’s gorgeous. Gevin is a genius! The artist himself had created not only the sketches, but also the drawings for the sides and the trunk!

The next step: the choice of which model to work on and the restoration process were entrusted to the “Atelier 2CV” in Bareggio, near Milan. The proprietor, Guido Wilhelm, had traveled in 2CVs since he was a boy, and knew the model down to its smallest detail. In agreement with Guido, it was decided not to modify a 2CV already on order, but instead to salvage a vehicle that otherwise would have been scrapped. The body of the most recent 2CV Charleston was mounted on the mechanics of a 2CV Club from 1982, but corrosion and neglect had reduced the vehicle to a heap of rusty metal, and even the chassis had serious corrosion problems. For the mechanics, the choice was easy: disassemble the entire thing, save whatever didn’t show signs of wear, and find new replacement parts for the rest, ideally from Citroën itself.

About the body, all the excessively corroded sheet are sawed off and replaced with new parts. The welds will be done as they were done back in the day: through spot welding, as was done in the Levallois factory where this 2CV was born more than thirty years ago.

With the engine ready, the frame and body rebuilt, and the corrosion-proof protections updated, all that’s left to do is paint the various parts in the chosen colors: the body, fenders, doors, trunk, and hood. Then the bumpers, the wheel rims, and the frame itself. Finally, the fenders, doors, hood, trunk, and bumpers. The 2CV is back in shape! Now the windows, the top, the handles and locks, the electrical system, the instrument panel, the upholstery, and the seats can now be put in place. Finally, lights and ornamentation. Engine adjustments and tire alignment are the last steps. The 2CV, (re)built by hand, today as they were then, is now ready to come back to the streets of Europe!

http://citroen.lulop.com/it_IT/post/show/93664/per-­-la-­-mitica-­-2cv-­-lultimo.html

The 2CV Soleil will be at the 21st International Meeting of 2CV friends in Torun – Poland

CITROËN – COMMUNICATION
Via Gallarate 199
20151 Milan
tel. +39 02.3976.2431
www.citroen.it, www.sito-­stampa.citroen.com

The Citroën brand

CITROËN means creativity and technology at the service of well-being. Since 1919, CITROËN has been one of the top stars in the spread of automobiles, concretely and positively contributing solutions to the needs of every age. In 2014, Citroën models offer customers what really counts: more design, more comfort, more helpful technology, and all on a careful budget. CITROËN means 10,000 sales and after-sales outlets in more than 90 countries, and 1.266.000 vehicles sold in 2013. It also boasts 8 WRC World Constructors‘ Championships, and a new sports commitment in the WTCC in 2014.

We would like to thank our Italian ACI Delegate and Board member, Guido Wilhelm, for sharing this information with us.

Download: Press Info 2CV Soleil – Serge Gevin

Das Journal für Citroën-Designer: „Flaminio Bertoni“

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Nov 182010
 

Ein jeder Citroën-Fan kennt 2CV, HY, Traction Avant, DS und andere berühmte Modelle der Marke. Wenige wissen, daß dahinter das Kreativ-Genie, Skulpteur und Designer Flaminio Bertoni steckt, der maßgeblich der Marke Citroën zu einem im wahrsten Sinne des Wortes profilierten Ansehen im Automobilbau verholfen hat.

Was aber die allerwenigsten wissen: es gibt ein italienisch-französisches Journal namens „Flaminio Bertoni“, herausgegeben durch die in der norditalienischen Provinzhauptstadt Varese ansässigen „Associazione Internazionale Flaminio Bertoni“. Drei Mal pro Jahr beschäftigt sich die in einer Auflage von 1300 Exemplaren aufwendig produzierte Zeitschrift um Neues aus Leben und Werk eines der formentechnisch talentiertesten Designers des letzten Jahrhunderts. Herausgeber ist Gianni Perotti, der durch Flamino Bertonis noch lebenden Sohn Leonardo als Hauptredakteur maßgeblich unterstützt wird.

Nicht zuletzt Leonardo Bertoni ist es zu verdanken, daß in seiner Heimatstadt das Andenken an seinen berühmten Vater endlich eine Anerkennung gefunden hat: Es gibt dort ein viel beachtetes Museum zu besichtigen. Ein Zwischenstopp ist sicherlich ein Muss für jeden, der sich für Citroën-Design-Geschichte interessiert und untwerwegs in/nach Italien ist… Und Varese als Stadt ist touristisch ebenso attraktiv.

Die aktuelle Ausgabe (September-Dezember 2010) beinhaltet unter anderem unveröffentlichte Erinnerungen von Robert Opron, einen Blick auf die neuen Exponate im Bertoni-Museum in Varese; Walter Brugnotti schreibt über die Bertoni-Ausstellung am Lago d’Iseo.

Spannend lesen sich die Details eines Bertoni-Entwufs für einen Schwingsessel aus einem einzigen Rohrrahmen, anläßlich des Arflex-Designwettbewerbs 1960 (wer wusste, daß Bertoni sich auch an Möbeldesign ausprobierte?). Arflex (www.arflex.it), gegründet nach dem zweiten Weltkrieg und unter Federführung von Marco Zanuso zu großem Ansehen gebracht, ist noch heute eine der treibenden Kräfte der italienischen Avantgarde im Möbeldesign. Die arflex-Modelle aus jener Zeit sind heute noch immer formal topaktuell im Design (engl Infos: livingspace.com. Interessant, wie sich auch hier der Kreis schließt: die von Pirelli-Managern gegründete Marke verwendete in den Anfangsjahren Schaumgummi und elastisches Gewebe, das von der Firma Pirelli entwickelt wurde, als Hauptbestandteile der Möbelproduktion und wurden daraufhin die bestimmenden Materialien auch für andere Hersteller – und nicht nur im Automobilbau…!

Ein Fahrbericht über 450km in einem Traction Avant 11B, ein Special zur Citroen-Werbung in den Bertoni-Jahren und heute („Anti-Retro“), der Bericht aus Thenay vom 40 Jahre GS/SM Jubiläum und weitere Veranstaltungshinweise und Buchbesprechungen runden die 32 Seiten ab. Die kommende Ausgabe wird weitere Details der Arbeiten von Henri Dargent kolportieren, dem Mann, dessen erste Aufgabe das Design des Ami massgeblich übertragen wurde:

Wer an sorgfältig aufbereiteten Details zur Historie von Bertoni interessiert ist, sollte sich ein Abonnement leisten. Das Jahresabo kostet 40 Euro (ein Förderbeitrag kann auch in Höhe von 90 Euro geleistet werden). Hier die Bankdaten:

Associazione Internazionale Flaminio Bertoni
Banque Popolare di Sondrio
5 place Monte Grappa
Varese, Italia

IBAN:
IT 78 A056 9610 8000 0000 9009 X48
BIC:
POSOIT22

Über die Associazione können übrigens auch schöne Reproduktionen der Skizzen von Flaminio Bertoni bezogen werden, Kontakt hier am besten über
Die Postadresse für Redaktion:

Associazione Internazionale Flaminio Bertoni
Via Valverde 2
21100 Varese
ITALIA

email: info@flaminiobertoni.it