Sep 262010
 

Citroen Ami - 50 Jahre Jubiläum 1961-2011

Hallo Fans und Freunde des Citroën Ami,

das Jahr 2011 wirft schon heute seine Schatten voraus. Und das natürlich im Zusammenhang mit dem runden Jubiläum “La Ligne en Z – 50 Jahre Citroën Ami”, dem wir nicht nur zur Technoclassica 2011 eine eigene Präsentation widmen wollen, sondern für den Sommer des kommenden Jahres 2011 eine eigene

“Sonderausstellung 50 Jahre Citroën Ami im Technik-Museum Speyer”

vorbereiten. Noch sind die Pläne hierzu in einer frühen Vorstufe, aber natürlich sind Präsentationen von Citroën Ami6, dem Ami 8, Ami Super, M35 – sei es als Limousine oder Break, Service etc. zentraler Bestandteil einer solchen Ausstellung.

Hierzu suchen wir sowohl für die Technoclassica (ca. April 2011) als auch die Speyer-Ausstellung schöne, präsentierbare Amis (und Derivate), die entweder für die gesamte Zeit der Ausstellung (1 Woche vor Pfingsten bis ca. Ende Oktober) oder auch für einen begrenzten Zeitraum in der Saison zur Verfügung gestellt werden können.

Auch interessante Details, z.B. Schnittmotor, -Getriebe etc. wären für die vielen Ausstellungsbesucher sicherlich ein Highlight.

Technik-Museum Speyer

Pro Jahr werden rund 700.000 Besucher im Technik-Museum Speyer erwartet. Neben den großen Highlights wie dem “Buran”, dem russischen Space Shuttle, der beghbaren Boeing 747, einer Antonov, U-Boot, etlichen Flugzeugen und vielen Technik-Highlights stellt die “Liller Halle” mit ihren vielen Oldtimern und Lokomotiven eine Hauptattraktion dar.

Wer das Museum über das Besucherzentrum betritt, stösst dann gleich auf unsere Sonderausstellung “50 Jahre Citroën Ami”, in der wir ca. 10 Fahrzeuge in einem ansprechend gestalteten Umfeld präsentieren wollen.

Wir würden uns freuen, wenn Dein/Ihr Ami dabei wäre!

Noch kurz zur “Sicherheit”: die Fahrzeuge werden hinter einer Absperrkette präsentiert und sind daher vor dem unmittelbaren Anfassen durch Besucher geschützt, sowie während der Dauer der Ausstellung über die Versicherung des Technik-Museums versichert. Weitere Details im Laufe der Projektvorbereitung nach Registrierung bzw. auf Anfrage.

Eine eigene email-Adresse ist eingerichtet: über 50.Jahre@ami6.de kann das Orga-Team erreicht werden.

Weitere Infos und Registrierung der Ausstellungs-Fahrzeuge auf der Jubiläums-Homepage

http://50jahre.ami6.de/

Vielen Dank vorab im Namen der Organisation!
///Stephan Joest
Orga-Team Technoclassica / Ami-Jubiläums-Ausstellung Speyer

PS: Wir bitten die deutschen Citroen-Clubs, diesen Aufruf in ihren Clubzeitschriften und Internet-Portalen zu publizieren – vielen Dank!

Sep 162010
 
ACI Amicale Citroen Internationale
ACI Amicale Citroen Internationale

ACI Amicale Citroen Internationale

(english text below) Auf Anfrage von ACI-Kollegen aus dem Ausland werden mit sofortiger Wirkung die Nachrichten und Infos der deutschen ACI auch an das internationale Netzwerk weitergegeben.

Damit erhalten auch die benachbarten Staaten und unsere Ansprechpartner weltweit einen Einblick in die ACI-D-Aktivitäten.

Darüber hinaus hilft dies den Clubs, über das deutsche ACI-Netz auch Ansprechpartner und Infos weltweit zu verteilen, z.B. auf Veranstaltungen hinzuweisen, nach Ersatzteilen oder -Nachfertigungen zu suchen etc.

Wir bitten daher die Clubs bzw. laden diese ein, von dieser Methode der Info-Verteilung Gebrauch zu machen!

Euer ACI-D-Team.

—-

english:

Because we received some requests from the international ACI Delegate network to stay informed about activities ongoing in Germany, we now have included the international Delegate email distribution list into the German ACI news submissions.

This way, all Delegates worldwide get an idea about ongoing activities and club works within Germany.

Additionally, this can support the clubs in using the ACI networks for strengthening their club collaboration, be it to talk about attractive events or fairs, looking for spare parts or refabrication of those etc.

We also invite the international Delegates and clubs to use these means to communicate and spread news and insights about the club works world-wide from and towards Germany. Additionally, you can reach the German ACI Delegates by email, of course.

Best Regards,

The ACI Germany Team.

PS: Not every blog entry will be English spoken though… In case you need some translation support, you might want to use web based translation services such as eg. http://translate.google.com/

PPS: We hope that you like this info flow. In case this you’d like to unsubscribe from the list, please contact the German ACI Delegates directly. In case your ACI involvement ends (i.e. no Delegate any longer), you’d be automatically unsubscribed.

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Sep 152010
 
Stephan Lützenkirchen
Stephan Lützenkirchen

Stephan Lützenkirchen

Wechsel in der Direktion Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Citroën Deutschland GmbH:

Zum 1. November 2010 wird Stephan Lützenkirchen (41) die Leitung der Direktion Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Citroën Deutschland GmbH übernehmen.

Lützenkirchen, seit 1992 bei der Marke Citroën in verschiedenen Positionen im Vertrieb tätig, war zuvor Leiter der Abteilung Vertrieb Firmen- und Nutzfahrzeuge und hat in dieser Funktion auch schon Erfahrungen mit der entsprechenden Fachpresse gesammelt.

Thomas Albrecht

Thomas Albrecht

Sein Vorgänger Thomas Albrecht (45), der seit Oktober 1997 die Direktion Presse und Öffentlichkeitsarbeit leitete und insgesamt 19 Jahre für Citroën tätig war, wird das Unternehmen nach der Einführung des neuen Citroën C4 und der gleichzeitigen Einarbeitung seines Nachfolgers im gegenseitigen Einvernehmen verlassen.

„In dreizehn Jahren als Pressesprecher habe ich gegeben, was ich zu geben hatte, und möchte mich jetzt neu orientieren“, sagt Albrecht. „Ich freue mich besonders, den Stab und die Leitung des eingespielten Teams an einen echten Citroën-Mann zu übergeben, der die Marke überzeugend und glaubwürdig vertreten kann.“

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Sep 092010
 

Am Dienstag, dem 21. September 2010, 20.00 Uhr wird der bekannte Buchautor und leidenschaftliche 2CV-Fahrer Reiner Sowa in in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs Bochum, Immanuel-Kant-Str. 52, 44803 Bochum aus seinem 2CV- und Bestatter-Krimi “Ein Bestatter und das Enten-Testament” lesen.

Wer es noch nicht kennt – zum Buch: “Reiner Sowa, Autor des allerersten Kriminalromans über den 2CV”, so berichtete das französische “2CV-Magazine”. In seinem neuen Roman verschlägt es den Bestatter Ulrich Schwartz in das Enten-Sammler-Mileau. Ein Zahnarzt wird tot in einer seiner Enten gefunden. Die Polizei spekuliert über einen Selbstmord. Ulrich Schwartz vermutet den Täter im Kreise der Enten-Fahrer. War es ein Mord aus Sammelwahn? Wozu ist ein Mensch fähig, wenn ihn die Sammelleidenschaft gepackt hat? Der Bestatter erfährt von einem Enten-Testament, kauft sich einen 2CV und sucht den Täter in der Oldtimer-Szene.

Laut Veranstalter (VHS Bochum, Westdeutsches Literaturbüro, Kulturregion Rhein-Ruhr) werden zu dieser Veranstaltung diverse Enten erwartet.

Der ACI möchte auf diese Veranstaltung ebenfalls aufmerksam machen und würde sich freuen, wenn sich viele Entenfahrer dort versammeln würden. So könnte vielleicht ein spontanes Rhein-Ruhr-Enten-Treffen gelingen.

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße auch von Reiner M. Sowa

///S. Joest.
ACI Deutschland

Das Buch kann übrigens bei http://www.robri.de/ bzw. auf der Homepage des Autors http://www.sowa.de/ bezogen werden.

Sep 082010
 

Heute hat den deutschen ACI eine Mitteilung erreicht, die wir gern an die deutschen Citroen-Clubs und -Enthusiasten weiterleiten, mit der Bitte um Veröffentlichung auf den Club-Webseiten bzw. den -Zeitschriften, und natürlich mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Eine fünfstellige Summe ist dabei abhanden gekommen. Aber lest selbst, was Thomas Führkötter berichtet:


Das wichtigste Großereignis in der deutschen Entenszene, das Das DET im Taubertal in einer wirklich schönen Umgebung und auf einem nahezu idealen Gelände, hat leider ein nicht so schönes Ende des Deutschlandtreffens gefunden. Ich meine jetzt nicht, dass der Programmpunkt „Feuerwerk“ abgesagt werden musste, sondern ein weitaus unerfreulicheres Ereignis:

WIR SIND BEKLAUT WORDEN!!!

Eine marodierende Bande hat sich Einlass zum Treffengelände verschafft, indem sie den Zaun des Militärischen Bereichs des Flughafens durchtrennte und mittels KO-Gas einige Treffenteilnehmer ausraubten. Die Täter drangen in Autos und Zelte ein und suchten gezielt ausschließlich nach Bargeld. Handys, Digitalkameras oder Kreditkarten blieben liegen.

Leider hat es auch die Veranstalter erwischt: Ein Großteil der Treffeneinnahmen wurden ebenso geraubt!

Wenn ich hier schreibe, wir wurden beraubt, so trifft es natürlich in erster Linie die Taubertaler DET-Veranstalter, die aus der eigenen Tasche nun Lieferanten, Verleiher und den Platz bezahlen müssen.
Aber auch Ihr wurdet beklaut: Die Gemeinschaft der Treffenfahrer, die dafür gesorgt haben, dass der DET- Unterstützungstopf immer weiter anwachsen konnte!

Der CCRR unterstützte vom ersten DET in Kirkel an die Organisatoren mit einer Summe zur Vorfinanzierung der laufenden Kosten im Vorfeld des Treffens. Dieser (Geld-)Topf wurde bisher von allen DET-Veranstaltern zurückgezahlt und zum Teil erheblich aufgestockt! Nun sind sämtliche Früchte der Arbeit aller ehrenamtlichen Helfer zum Teufel!

Zur Soforthilfe haben wir ein Spendenkonto zu Gunsten des DET- Gedankens eingerichtet:

Hier die Bankverbindung:

Kto.Nr.: 969 154 506
BLZ:370 100 50
bei der Postbank Köln
Stichwort: Spendenkonto CCRR – DET-Topf

International:
IBAN: DE79370100500969154506
BIC: PB NKDEFF

Bis zum Redaktionsschluss konnten wir bereits einen Spendeneingang von über 1500,–€ verbuchen!

Darunter drei großzügige Spenden von Privatpersonen, aber auch eine wirklich gut gemeinte Aktion eines Ersatzteilehändlers, welcher für jeden gekauften Aktionsartikel 1€ auf das Spendenkonto überweist! Danke dafür!

Thomas Führkötter
1. Vorsitzender
Citroën-Club Rhein Ruhr e.V. – Dachverband deutscher 2CV-Freunde
http://www.ccrr-ev.de/

Nachtrag 10. September 2010: Wir haben sofort danach die internationale ACI um Unterstützung gebeten – schließlich ist es ja ein offizieller “Event Of The Year”, wenn auch national – und sind gespannt auf deren Mithilfe. Wir hoffen, dadurch das Netzwerk international nutzen zu können, sei es durch Info an die anderen Clubs, vielleicht sogar finanzielle Unterstützung durch Sponsoren. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Jul 142010
 

Die etwas provokativ-flapsige Frage des Monats hat einen durchaus ernsten Hintergrund:

Für eine deutsche Fernsehproduktion rund um den Gründer der Marke suchen wir Leute, die sich intensiv mit der Biografie (auch den private Seiten André Citroens) beschäftigt haben und hier mit Details, Anekdoten und jeder Menge sonstwie weitgehend unbekannten historischen Informationen beitragen könnten, die für ein TV-Feature attraktiv sein könnten.

Ferner suchen wir Menschen, die als Sammler, Künstler – oder was auch immer – an der Marke Citroen hängen und von dieser Seite her eine gute Geschichte mitbringen! Vielleicht findet sich ja noch die ein oder andere spannende Person…

Wir freuen uns über kurze Rückmeldung bis spätestens 30. Juli per mail an uns, das Feature soll im September aufgezeichnet werden.

Hier die Projekt-email-Adresse: andre.citroen.bio@amicale-citroen.de

Vielen Dank vorab!

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Jul 012010
 

Von unserem österreichischen ACI-Kollegen und Aktiven, Karl Prochazka, haben wir folgenden interessanten Bericht über die Teilnahme eines 12PS Citroen 2CV 1954 an der diesjährigen Mille Miglia erhalten, den wir Euch gerne zum Lesen mitgeben wollen – weitere Infos in der heute erschienenen Ausgabe der österreichischen AllesAuto (www.allesauto.at). Karl war stark an der Vorbereitung beteiligt und hat die technische Unterstützung des Teams auf der “Mille” begleitet!


Mille Miglia: Citroen 2CV:„come back“ nach mehr als einem halben Jahrhundert

Nach 55 jähriger Absenz war heuer eines der legendärsten Automobile wieder am Start dieses berühmten Klassikers: ein Citroen 2CV.

Die Mille Miglia wurde von 1927 bis 1957 – ab 1953 sogar als Teil der Sportwagenweltmeisterschaft – auf einem Dreieckskurs in Norditalien veranstaltet.

Der Citroen 2CV war zwar ursprünglich als minimalistischer Kleinwagen konzipiert, eignete sich aber in weiterer Folge aufgrund seiner Standfestigkeit und Zuverlässigkeit auch für motorsportliche Einsätze.

Von den 1955 am Start stehenden 8 Citroen 2CV kamen immerhin 5 ins Ziel, der Schnellste, Gert Seibert, kreuzte nach 1.597 Kilometern und 18 Stunden, 24 Minuten und 33 Sekunden (Schnitt 86,8 km/h) die Ziellinie. Dass sich Stirling Moss und sein Mercedes 300 SLR zu diesem Zeitpunkt bereits seit über Achteinviertelstunden als Sieger feiern ließen (Schnittgeschwindigkeit 157,7) sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Seit 1977 findet jährlich die „Mille Miglia Storica“ statt – ausschließlich mit Fahrzeugen, die auch damals am Start standen. Inzwischen ist die „Mille Miglia Storica“ zur absolut führenden und begehrtesten Veranstaltung der Gleichmäßigkeitbewerbe geworden. Nur absolute Top-Piloten mit nachweisbaren Erfolgen bei selektiven, internationalen Veranstaltungen werden ausgewählt. So haben heuer von 1.440 Interessenten nur 375 ihren Namen auf der Startliste gefunden.

Erstmalig mit dabei waren Christian und Margot Baier mit ihrem originalgetreu restaurierten Citroen 2CV, Baujahr 1954, zweifellos eine der erfolgreichsten Paarungen der österreichischen Oldtimerrallye-Szene. Mit ihren Siegen und Top-Platzierungen bei der Ennstal Classic, der Planai Classic, Wien-Triest, der 1000 Minuten Classic und vielen anderen Historic-Rallyes haben sie sich für einen fixen Startplatz empfohlen.

Dass die Angelegenheit keine touristische Ausfahrt werden würde, war Baier/Baier von Anfang an klar. Diese Veranstaltung ist und bleibt das Maß aller Dinge im Gleichmäßigkeitssport und das bestätigte sich schon bei der technischen Abnahme. Mehr als zwei Stunden lang werden von den technischen Kommissaren alle Details des Fahrzeugs sorgfältig auf Authentizität geprüft und – wie auch bei den Veranstaltungen der 50er Jahre – plombiert. Erst danach ist der Weg frei für die Startaufstellung.

Wer schon einmal italienische Massen in Euphorie erlebt hat, kann sich vorstellen, in welcher Atmosphäre die Teilnehmer zur Startrampe begleitet werden. Tatsächlich los geht es dann für das für Citroen Wien startende Team um 20:33 und bis zum Eintreffen in Bologna um 01:30 müssen zahlreiche Präzisions-Sonderprüfungen absolviert werden.

Am nächsten morgen m 07:45 erfolgt der Re-Start und nach Imola geht es dann über den Taminillo Pass bei plus 2 Grad Celsius, 2 Meter hohen Schneewänden und einer Sichtweite von maximal 15 Meter, Richtung Rom – immer begleitet von selektiven Wertungsprüfungen.

Rom – ein einziges Staccato: begleitet von der örtlichen Polizei geht es durch die nächtlichen Straßen der Ewigen Stadt. Petersplatz. Engelsburg, Spanische Treppe, alles rast in einem Irrsinnstempo vorbei. Das Ziel: die Villa Borghese in der Sollzeit (gegen 01:30 Uhr) zu erreichen und somit die Etappe ohne Strafzeit zu beenden.

Wer an Gemütlichkeit denkt, der irrt gewaltig, denn 6 Stunden später wird das Rennen wieder aufgenommen. Die Stadtdurchfahrten von Florenz und Siena erfolgen im gewohnten Renntempo, und über die gefürchteten Pässe Futa und Raricosa – vorbei an gestrandeten Teilnehmern, die auf den Fahrzeugtransporter warten – zeigt das Ententier seine wahre Bergtauglichkeit. So wird am späten Nachmittag Maranello erreicht, wo es auf dem Werksgelände von Ferrari zu einer weiteren Sonderprüfung auf der Rennstrecke von Fiorano kommt. Die Bremspunkte von 100 Metern und 50 Metern vor den Kurven hat Enzo Ferrari für den 2CV nicht richtig eingeschätzt, denn viele Kurven gehen voll.

Nach diesem Ausflug in die automobile Gegenwart wird die Toskana nochmals durchfahren und über Parma geht es zur letzen Zeitkontrolle 20 Kilometer vor Brescia. Brescia selbst wird im Triumphzug genommen. Unmengen von Menschen säumen die Straßen und die Begeisterung kennt keine Grenzen, wenn schlussendlich die Zielrampe erreicht ist.

Dann, wenn die ganze Anspannung der letzten drei Tage vorbei ist, dann sind die Emotionen an der Reihe und man denkt nicht daran, dass man nach nur 50 Stunden und 1600 km wieder nach Brescia zurückgekehrt ist, davon 39 Stunden gefahren ist und nur 7 Stunden geschlafen hat. Man ist einfach nur glücklich. Die Teilnehmer liegen einander in den Armen und freuen sich, dass sie es geschafft haben. Sie und ihre kostbaren Fahrzeuge, die auch heute noch zuverlässig diese Gewaltprüfung geschafft haben.

Wie das Rennen nun tatsächlich ausgegangen ist, ist absolute Nebensache. Doch Baier/Baier sind stolz, zahlreiche automobile Juwele hinter sich gelassen zu haben und dass ihr 172. Platz um exakt 76 Plätze besser ist als jener, den Gert Seibert anno 1955 einfahren konnte.

http://www.millemiglia.it/inglese/home.html
http://www.youtube.com/watch?v=UpkYG640wKc

Kontakt und Informationen: Christian Baier
Tel. +43 (1) 277 07-5301 | Fax: +43 (1) 27707-5290 | mailto:christian.baier@citroen.com

und

www.1000miglia.eu

Jun 302010
 

Pünktlich zum Sommer 2010 ist in Frankreich die Ausgabe Nr.1 einer neuen 2CV Zeitschrift erschienen: Die zweimonatlich aufgelegte “2CV et Dérivés” addressiert den weiter boomenden Markt der Enten-Zeitschriften und berichtet in ihrer hübsch gestalteten Erstausgabe Juli-August 2010 u.a. über den 2CV Leadsleed, die Citromobile Utrecht, aus den Archiven des Ami6 und in der Titelstory über den A-Type von 1949. Sie ist für 5 Euro an den französischen Kiosken erhältlich.

Weitere Infos demnächst auf der (bislang verwaisten) Webseite www.2cv-et-derives.fr

Jun 102010
 

Hallo Fans und Citroen-Freunde,

mit tiefem Bedauern haben wir heute vom unerwarteten Tod eines lieben ACI-Kollegen und guten Bekannten, Carl Gabrielson erfahren, der uns am 09. Juni 2010 leider verlassen hat.

Einige von Euch kennen Carl als einen der großen Macher in Frankreich, der in verschiedensten Funktionen aktiv die Citroen-Szene mit gestaltet hat, u.a. bis zum Schluß aktiv als Schatzmeister verschiedener Clubs in Frankreich und Schweden. Auch als einer der hauptverantwortlichen Organisatoren des EuroCitro ist er vielen von Euch ein Begriff.

Die ACI hat ihm viel zu verdanken – seine aktive Rolle schon lange vor der formalen Gründung der Organisation (2004) in den 1980er und 1990er Jahren sowie sein Engagement bei der Statutenregelung und der zugrundeliegenden Idee der Amicale Citroen Internationale haben dazu geführt, daß wir ihn bereits im ACI-Gründungsjahr als “Godfather” (Pate) und zugleich eines der ersten ACI-Ehrenmitglieder ernannt haben.

Zuletzt war Carl bei uns auf der Citroen-Strasse 2009 zu Gast; diejenigen, die die Retromobile 2010 und die Jahre davor besucht haben, haben ihn auf den diversen Citroen-Clubständen als Macher wieder treffen können; einige Male stand auch sein 1949er Traction Avant 11BL auf der Messe als Ausstellungsfahrzeug, wo ich ihn dann auch 1992 am Stand von Traction Universelle kennen gelernt habe.

In seiner französisch-schwedischen Art mit dem verschmitzt-souveränen Auftreten haben wir ihn als einen liebenswerten und zugleich kompetenten Menschen und einige auch als Freund schätzen gelernt.

Wir werden ihm ein besonderes Andenken bewahren.

Im Namen der ACI-Deutschland

///S. Joest

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Mai 272010
 

Aus dem ACC-Foum kam ein interessanter Veranstaltungshinweis, den wir an dieser Stelle gern weiterreichen:

Schon seit mehreren Jahren trifft sich ein Mal jährlich ein kleiner Kreis ambitionierter deutscher und französischer Fahrer/innen von Citroen Amis und Dyanes im Schwarzwald. Zentrum der Treffen war und ist stets die „Emmendinger Hütte“ (www.emmendinger-huette.de): der Hüttenwirt, Jörn Reick, ist selbst passionierter Citroen-Fan und Besitzer u. a. einer Ami 6 Berline.

Die Emmendinger Hütte befindet sich in 1294 m Höhe direkt am Feldberg. Die Unterkunft ist einfach, aber auch günstig – das Essen schmeckt hervorragend. In der familiären Atmosphäre fühlt man sich einfach sofort wohl.

Es gibt vielzählige Möglichkeiten, die nähere und fernere Umgebung von hier aus zu erkunden (z. B. Freiburg, Basel, Elsass). Während in den vergangenen Jahren überwiegend Ziele im benachbarten Frankreich angesteuert wurden, möchten wir 2010 den Teilnehmer/innen des Treffens den wunderschönen Hochschwarzwald und seine landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten näher bringen.

Fest eingeplant werden sollte lediglich der Empfang in der Stadt Triberg – die Verantwortlichen freuen sich auf uns, haben den ganzen Marktplatz nur für uns reserviert und würden auch die Führung zu den Wasserfällen für uns machen.

Samstag, 26.06.2010:

10.00 Uhr: Fahrt von der „Emmendinger Hütte“ über Titisee-Neustadt, die deutsche Uhren-straße bis Unterkirnach, über St.Georgen, Schonach, Hornberg bis zum Freilichtmuseum „Vogtsbauernhöfe“ in Gutach (ca. 90 km)

12.00 Uhr: TREFFPUNKT FÜR ALLE auf dem Parkplatz bzw. im Foyer des Freilichtmuseums „Vogtsbauernhöfe“, Gutach

12.15 Uhr: Möglichkeit einer ca. 1-stündigen Führung durch das Freilichtmuseum, auf Wunsch einiger Teilnehmer/innen kein Mittagessen in einem Restaurant, sondern Vesper „tiré du sac“. (*)

13.45 Uhr: Abfahrt nach Triberg über Oberprechtal, Rohrhardsberg, mit Zwischenstopp an der weltgrößten Kuckucksuhr in Schonach (ca. 34 km)

14.30 Uhr: Offizieller Empfang durch den Stadtmarketingleiter der Stadt Triberg auf dem Marktplatz, Besichtigung des holzgeschnitzten Rathaussaales

15.30 Uhr: Führung zu Deutschlands höchsten Wasserfällen in Triberg

17.00 Uhr: Fahrt auf der „Schwarzwaldhochstrasse“ über Furtwangen, Titisee bis zum
Feldberg (ca. 65 km)

18.30 Uhr: Ankunft auf der „Emmendinger Hütte“

19.00 Uhr: Aperitif, anschließend gemeinsames Abendessen

Abends: Fotovorführungen, diverse Beiträge der Teilnehmer/innen (Beiträge sind natürlich wiederum erwünscht!!!) und gemütliches Beisammensein

Sonntag, 27.06.2010:

9.00 Uhr: Gemeinsames Frühstück und Abreise derjenigen Teilnehmer/innen, die nicht länger bleiben können

Evtl. weiterer gemeinsamer Ausflug

Zur Vorab-Information ein paar links:
www.vogtsbauernhof.org
www.triberg.de
www.1weltgroesstekuckucksuhr.de

Kosten Emmendinger Hütte: Halbpension 34€ pro Nacht (Erwachsene)

Eintrittskosten (falls Besuch erwünscht):

• Schloss Sigmaringen: Eintritt 6,50 €
• Freilichtmuseum „Vogtsbauernhöfe“: Eintritt 6,50 €, ab 15 Personen 5,50 € + Führung 35,00 € (für die Gruppe, bei 15 Pers. also zusätzlich 2,33 € / Person)
• Weltgrößte Kuckucksuhr: Eintritt 1,20 €
• Triberger Wasserfälle: Eintritt 3,50 €, ab 20 Personen 2,40 €

Die Unterkunft muss bitte bis allerspätestens Pfingsten direkt bei Jörn Reick, „Emmendinger Hütte“, reserviert werden (- je früher, desto besser! -).

Ansprechpartner für die weitere Planung und Durchführung des Treffens sind neben Jörn Reick ( post (at@) emmendinger-huette.de ):

Markus Riker, Tel. 08345-952270 oder 0177-3273512, markus.riker (at@) t-online.de

Jürgen Bauer, Tel. 07762-807979, donrustico (at@) t-online.de

*) Für die Brotzeit / das Vesper wird die Allgäuer „Fraktion“ leckeren
Allgäuer Bergkäse mitbringen! Bei den Vogtsbauernhöfen gibt es
frisches Holzofenbrot. Vielleicht findet sich ja noch jemand, der
Schwarzwälder Speck o. a. beisteuert? 😉

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Mai 182010
 

Wir möchten noch einmal alle Clubs und Citroen-Enthusiasten auf den derzeitigen Sonderpreis für die Registrierung für das ICCCR 2012 hinweisen. Der Frühbucher-Rabatt ist zeitlich begrenzt und beträgt derzeit nur 50 Pfund. Hier die offizielle Info zum Event aus Yorkshire:


Freuen Sie sich schon jetzt auf das Jahr 2012!

Wir laden Sie ein, nach Großbritannien zur International Citroën Car Clubs Rally in Yorkshire, vom 16.-19. August 2012 zu kommen – tolle vier Tage erwarten Sie!

Alle Citroën-Modelle und -Baujahre sowie alle Enthusiasten sind herzlich willkommen – feiern Sie mit uns das große britische Citroën-Ereignis!

“Die Citroën-Welt”: alles, was mit der Marke zu tun hat, und alles dies in der einzigartigen Landschaft Yorkshires, die berühmt ist für ihre besondere Gastfreundschaft:

  • das Citroën-Museum, das in Grossbritannien hergestellte Fahrzeuge und ungewöhnliche Citroën im britischen Besitz zur Show stellt
  • großer Parcours aller Citroën-Typen und -Modellreihen
  • Neu- und Gebrauchtteile-Börse und Flohmarkt
  • Lokale kulinarische Köstlichkeiten und Biere aus der Region Yorkshire
  • Bustransfer mit dem berühmten englischen Doppeldecker-Bus
  • Concours d’Elegance und andere Preise
  • Fahrzeug-Paraden und -Ausstellungen
  • Rallies in die wunderschöne Umgebung rund um das Treffengelände
  • Technische Unterstützung, Werkstatt und Reparaturmöglichkeiten
  • Musik der Yorkshire-Blaskapellen
  • umfangreiches Tages- und Abendprgramm

Kostenfreies Camping ist auf dem Treffengelände möglich von Mittwoch, 15.8. bis Montag 20.8.2012. Eine Vielzahl von Hotels in der Nähe bieten weitere Unterkunftsmöglichkeiten.

Citroën-Clubs aus aller Welt können ihren Club den Besuchern präsentieren – kostenfrei für alle Clubs, weltweit. Händler und Spezialisten können gewerbliche Verkaufsflächen überdacht oder im Freien anmieten.

Die Bekanntgabe der Preise und Gebühren ist bereits erfolgt: Ein Frühbucher-Rabatt ist eingeplant!

Hier die Konditionen:

Der Teilnehmer-Pauschalbetrag für ein Fahrzeug samt Fahrer beträgt derzeit GBP £50 und ist nur für eine begrenzte Zeit so günstig – die Preise werden demnächst steigen. Also – früh buchen, zahlen, und Vorteile genießen!

Die Anmeldung kann sowohl per Post als auch per email oder Internet erfolgen, oder ganz einfach persönlich auf den wichtigsten Veranstaltungen in den kommenden Jahren, wo wir das nächste ICCCR präsentieren werden.

Besuchen Sie regelmäßig unsere Internetseite www.icccr2012.org.uk , um sich über die neuesten mehrsprachigen Informationen auf dem Laufenden zu halten.

Wir schicken allen Interessierten Rundschreiben und Pressemitteilungen – bitte registrieren Sie sich per email an:

info@icccr2012.org.uk

Mai 112010
 

Bald ist es wieder soweit – unter neuer Leitung vom “Treffpunkt Citrön” findet am 6.6.2010 in Essen Borbeck, Heinrich-Brauns-Str. 9-15, der erste “Enten Classic Day” statt. Von 11-17h treffen sich an der “Dampfe”, der Dampfbierbrauerei, die Besitzer von 2CV und erleben einen tollen Tag mit Tombola und vielen interessanten Fahrzeugen; unter anderem gibt es die “Prämierung der schönsten Ente vor Ort”.

Sicherlich nicht unwichtig: für die Kleinen steht ein Kinderspielplatz mit Streichelzoo und Sandkasten zur Verfügung, sodaß der Termin gleich als Familienausflug genutzt werden kann.

Der Eintritt kostet 2,00 Euro pro Person – und Kinder unter 14 Jahre sind frei!

Die Veranstalter weisen darauf hin, daß die Dampfe ohne Umweltplakette erreichbar ist, also außerhalb der Umweltzone liegt – für ein Treffen im Ruhrgebiet also bestens gelegen.

Wir freuen uns, Euch zahlreich dort zu treffen. Einige Clubs werden sich ebenfalls dort präsentieren – und der ACI wird auch Infos bereitstellen…

Bis dahin also!

Weitere Infos im Netz: www.enten-classic-day.de bzw. beim www.treffpunkt-citron.de

Mai 032010
 

Uns hat eine email vom bekannten Buchautor Reiner Sowa (www.sowa.de, “Der Bestatter und das Enten-Testament”) erreicht, die wir hiermit gern weitergeben:

Liebe 2CV-Freundinnen und Freunde,

letztes Jahr erschien im Entenschnabel der Artikel „Schrauberkurs in Frankreich“. Mein Sohn und ich haben eine Woche lang unter Anleitung von Jaques Barcat, dem französischen Guro der 2CV-Technik, all das gelernt, was man zur Reparatur und Wartung einer Ente wissen sollte.

Viele Leser haben sich nach der Lektüre bei mir gemeldet und bekundeten ihr Interesse an diesem Schrauberkurs. Das Handicap war für die meisten jedoch die Sprache. Jacques Barcat spricht Französisch und Englisch, aber kein Deutsch.

Ob ich nicht als Dolmetscher fungieren könnte, fragte mich ein 2CV-Fahrer kürzlich. Ich rief Jacques Barcat an, der mit dieser Lösung sofort einverstanden war.

Jacques Barcat bietet nun im September einen Kurs für deutsche 2CV-Fahrer/innen an, den ich als Dolmetscher begleiten werde. Er wird dabei die theoretischen Anteile kürzer gestalten und auf das praktische Schrauben den Schwerpunkt legen.

Der Wochenkurs findet statt vom 13. – 17. September 2010. Es werden dort die Themen behandelt, über die ich in meinem Entenschnabel-Artikel berichtet habe, also fast alles über die Ententechnik. Die Lehrgangsgebühr beträgt 420 Euro. Die Unterbringung kann in Hotels in der Umgebung des Veranstaltungsortes erfolgen. Wer mit seiner eigenen Ente anreist, hat natürlich die Möglichkeit, die Kursthemen (Bremsen, Elektrik, Motor usw.) unter Anleitung am eigenen Fahrzeug anzuwenden. Manchmal kann ein Kurs bei Jacques Barcat auf diese Weise günstiger sein als ein Werkstattbesuch. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 8 Personen beschränkt. Nur so kann Jacques Barcat sich um jede/n einzelne/n Schrauber/in kümmern. Bei mehr als 8 Bewerber/innen erhalten die ersten acht Anmeldungen eine Zusage.

Weitere Informationen zu den Lehrgängen gibt es auf dem beigefügten Flyer (in englischer Sprache) oder auf www.galil-jbarcat.com, wo die Anmeldeformulare heruntergeladen werden können. Gerne beantworte ich Fragen zu den Kursen per E-Mail (mail@sowa.de) oder mittwochs und donnerstags von 18.00 bis 19.00 Uhr auch telefonisch unter 0049 (0) 1753498400.

Mit ent(h)usiastischen Grüßen

Reiner Sowa
www.sowa.de

Hier der Download: 2010.2cv-schrauber-kurs-sowa

Apr 252010
 

Eine Hommage an Michael Schmidtkult in Form zweier Bücher und einer Ausstellung in Schwerte vom 07.-09. Mai 2010

Zur traurigen Erklärung: 2007 starb Michael Schmidt. Er selbst nannte sich und das was er schuf »Schmidtkult«. Knapp drei Jahre später erscheinen ihm zu Ehren nun zwei Bildbände: »Schmidtkult« und »Schmidtkult-Chapron«.

Eine fünfköpfige Kerngruppe aus seinem Familien- und Freundeskreis war nicht untätig und hat in kompletter Eigenregie diese beiden Titel produziert und drucken lassen. »Autokunst« würde manch einer vermutlich gerne voreilig das nennen, was Michael Schmidtkult geschaffen hat. Zugegeben: »Das Aufgreifen, Interpretieren, Arrangieren und Umwandeln ästhetisch-stilistischer Komponenten klassischer Fahrzeugteile« passt ja ausgeschrieben kaum in eine Zeile hinein.

Dennoch kommt diese Beschreibung der Arbeitsauffassung Michael Schmidtkults schon etwas näher. Doch kann sich der werte Leser selbst ein Bild machen: auf 192 Seiten des Buches ist eine Auswahl von erstaunlichen Objekten aus den Jahren 1987-2007 zu sehen. Genaugenommen sind es 72 Arbeiten, die abgebildet sind (wer ganz genau hinsieht, entdeckt womöglich noch weitere). Dem aus Schwerte in Westfalen stammenden »Metallurgisten« (wie der französische Übersetzer im Buch seine Tätigkeit benennt) war seinerzeit eine größere Aufmerksamkeit der Kunst – und Designwelt nicht vergönnt. Michael Schmidtkult konnte zwar von den Erträgen seiner künstlerischen Arbeit leben.

Zahlreiche Objekte haben, aus seinen Werkstätten kommend, im In- und Ausland neue stolze Besitzer gefunden. Auftritte, Dokumentationen in Radio und TV, Berichte in Tageszeitungen und Magazinen über ihn, all das erhöhte sicherlich seinen regionalen und überregionalen Bekanntheitsgrad. Nichtsdestotrotz war er zuweilen mit dem Absatz seiner Objekte unzufrieden. Zur besseren Vermarktung seiner Werke sollte ein schicker, als Werbemittel einzusetzender Katalog her. Bereits mit den Planungen zu diesem Katalog befasst (und auch mitten im Umbau einer Citroën DS Limousine zu einer eigenen Version des Chapron »Le Dandy« Coupés), stirbt Michael Schmidtkult im Juni 2007 plötzlich während einer Urlaubsreise in Portugal. Freunde, Bekannte, Verwandte sind von der Nachricht schockiert.

Die schon erwähnte Fünfergruppe berät und beschließt, das begonnene Katalogprojekt weiterzuführen, zu einer »Schmidtkult«-Künstlermonografie zu erweitern und zu veröffentlichen. Es folgen Aufrufe an Besitzer von Schmidtkult-Objekten, sich am Buch zu beteiligen, sich textlich zu äußern oder Bildmaterial zu senden. Schließlich kommentieren im Buch nun dreißig Personen zwischen Schweden, Schweiz und Schwerte in wunderbar unterschiedlicher Weise in Wort und Bild die Kunst und die Persönlichkeit von Michael Schmidtkult. Einige haben ihre Botschaft und ein Portraitbild per Email geschickt, die meisten Personen wurden aber vom »Buchteam« besucht und vor Ort zusammen mit ihrem Schmidtkult-Objekt fotografiert. Eine höhere vierstellige Zahl von insgesamt zur Verfügung stehenden Fotos wurde auf ihre inhaltliche und technische Druckfähigkeit hin untersucht, aufgespürt, sortiert, archiviert, bearbeitet.

Wo die Möglichkeit bestand, Schmidtkult-Objekte ganz neu zu fotografieren, wurde auch dieses getan. Die hauptsächlich aus dem persönlichen Fotoarchiv von Michael Schmidtkult stammenden Aufnahmen waren eine Mischung aus zum Teil beschädigten Groß-, Mittel-, Kleinbildformatdias, verblichenen Schwarzweiß- und Colorpapierabzügen und Digitalfotos in unterschiedlichen Versionen und Qualitäten. Die Arbeit mit diesem »Ausgangsmaterial« erinnert den Autor der einleitenden Worte im Buch an Michael Schmidtkults eigene Arbeitweise: Dinge entdecken, analysieren, behutsam verändern, in eine neue Ordnung bringen.

Im Buch tauchen zwischen den Abbildungen der Objekte und den kommentierenden Personen auch immer wieder großartige Portraits von Michael Schmidtkult selbst auf, der sich auf Fotos häufig gern selbst in Szene gesetzt hat (sehr zur Freude des Betrachters). Diesen Bildern sind Zitate aus Interviews von Michael Schmidtkult zugeordnet, in denen er seine gestalterische Arbeit oder damit zusammenhängende Situationen beschreibt. Dem Leser wird es nicht entgehen, dass alle Texte auch ins Französische übersetzt sind. Michael Schmidtkult hat sich nach einer Phase, in der er sich überwiegend amerikanischen und englischen Fahrzeugmodellen gewidmet hat, in den letzten Jahren beinahe ausschließlich mit französischen Klassikern aus dem Hause Citroën befasst (und sich bei diesen auf Teile von der »DS« konzentriert).

So ist auch auf einer seiner Werbepostkarten der Begriff »Artiste Citroën« zu lesen. Ihm hätte es sicherlich gut gefallen, dass seine Worte, Worte über ihn und Abbildungen seiner Werke auch in Frankreich und in »ihrer« schönen Sprache erscheinen. Zudem gibt es auch in der französischen Übersetzung im direkten Vergleich tolle Dinge zu entdecken (herrlich unnützes Wissen). Wer weiß zum Beispiel schon, dass das französische Wort für UFO »OVNI« heißt? Bei der weiteren Durchsicht des Archivmaterials von Michael Schmidtkult stellte sich heraus, dass es zu einem seiner Projekte besonders viele Aufzeichnungen und Fotos gab.

Zum Beispiel in einer von Michael Schmidtkult zusammengestellten Mappe mit eingeklebten Skizzen, Materiallisten, Stundenangaben, Stoff- und Farbproben, etc. 1997 baute Michael Schmidtkult eigenhändig in einer 2202 Stunden währenden Prozedur in seiner winzigen Werkstatt in Schwerte-Villigst eine Citroën DS Limousine zu einem Henri Chapron »Le Caddy« Cabriolet um. Schnell war in der Buchredaktion die Entscheidung getroffen worden, über diesen genialen Umbau einen eigenen »kleinen« Bildband herauszubringen. Im »Schmidtkult«-Buch hätte die »Le Caddy«-Dokumentation entweder zuwenig Raum bekommen oder hätte im Vergleich zu den anderen Objekten zuviel Raum eingenommen. Auch in diesem Buch gibt es (selbstverständlich auch französisch übersetzte) erläuternde Worte zur Geschichte und Machart, sowie ein Vorwort des gleichzeitig ersten und jetzigen Besitzers des Cabriolets.

Im »Schmidtkult-Chapron«-Buch gab es im Vergleich zum »Schmidtkult«-Buch nur einige hundert Bilder auf Form und Format zu trimmen und in das ans »große« Buch angelehnte selbst entwickelte Layout einzupflegen. Beide Bücher haben das gleiche Format (24 x 24cm), das »Chapron«-Buch kommt mit 48 Seiten, das andere mit den schon erwähnten 192 Seiten daher. Es erscheint eine kleine Auflage von jeweils 1000 Stück. Gedruckt wurden die Bücher in einer Druckerei in Hamm. Um eine Bestellmöglichkeit der Bücher über ISBN-Nummern im Buchhandel zu gewährleisten, wurde kurzerhand ein eigener kleiner Verlag gegründet (Verlag Edition Amicale, Schwerte), der sich um den weiteren Vertrieb der Bücher kümmert. Nach der Ausstellung ist natürlich auch eine Buchbestellung über die Homepage «www.schmidtkult.de« möglich. Fast unnötig zu sagen, dass die Kosten für die Buchherstellung komplett aus eigenen, privaten Mitteln vorfinanziert wurden.

Um nun der Buchveröffentlichung und dem Verkaufsstart einen angemessenen Rahmen zu geben, werden dafür die Galerie-Räumlichkeiten der »Zwischenraum-Ateliers« am Schwerter Marktplatz für ein Wochenende im Mai gemietet. Vom 07. bis zum 09.Mai 2010 gibt es die beiden Schmidtkult-Bücher dort erstmalig zu kaufen. Begleitet wird die Buchpräsentation von einer Ausstellung verbliebener und ausgeliehener Schmidtkult-Objekte.

Etwa zwanzig größere Original-Objekte werden dort zu sehen sein, dazu noch Kleinobjekte, Materialproben, etc. in Schaukästen. Werkstattfotos, Farbproofs und Druckbögen aus dem Buchherstellungsprozess dokumentieren zusätzlich wie und wo die Objekte von Michael Schmidtkult und das Buch selbst hergestellt wurden. Selbstverständlich gibt es auch französische Live-Musik dazu von befreundeten Musikern, die alte und neue Chansons präsentieren werden.

»Zwei Bücher Schmidtkult« also, eine Hommage an Michael Schmidtkult in Form zweier Bücher und einer Ausstellung. (Text: Bodo Brauer)

Hier die Bücher:

“Schmidtkult”
Kunst und Designobjekte von Michael Schmidtkult
(D/F 2010), Bildband, 192 Seiten, 24x24cm
ISBN 978-3-00-030413-2

“Schmidtkult-Chapron”
Eine automobile Hommage
(D/F 2010), Bildband, 48 Seiten, 24x24cm
ISBN 978-3-00-030414-9

Die Ausstellung:

Zwischenraum Ateliers
Kötterbachstrasse 5, Eingang Marktplatz
D-58239 Schwerte
www.zwischenraum-ateliers.de